„Ein starkes 
Signal für 
Zugewanderte“

Die Wahl von Muhterem Aras zur Landtagspräsidentin in Baden-Württemberg ist eine mehrfache Premiere.

Sie ist die erste Frau an der Spitze des Landtags von Baden-Württemberg – und mit Muhterem Aras steht dem Parlament des süddeutschen Bundeslandes auch erstmals ein ­Mitglied der Grünen vor. Zugleich ist die 50-Jährige die erste Landtagspräsidentin in Deutschland, die aus einer Ein­wandererfamilie stammt. Ihre Wahl wertete sie in einem ­Interview als „starkes Signal für Zugewanderte: 
Es lohnt sich, sich in diese Gesellschaft einzubringen.“

Muhterem Aras kam 1978 mit ihren Eltern aus dem ost­anatolischen Dorf Elmaağaç nach Stuttgart. Sie besuchte die Hauptschule, machte später das Abitur und studierte Wirtschaftswissenschaften. Auf den Abschluss folgte die Arbeit als Angestellte in der Steuerberatung und die Gründung 
der eigenen Kanzlei. Für die Grünen hat sie schon zum zweiten Mal bei einer Landtagswahl das beste Ergebnis erzielt. Als Landtagspräsidentin möchte die aus einer alevitischen Familie stammende Aras neue Formate entwickeln, „um 
mit den Bürgerinnen und Bürgern den Dialog zu verstärken. Und dazu brauchen wir Stiftungen, Kirchen und Gewerkschaften als Partner. Debatten auf breiter Front sind nötig.“

www.landtag-bw.de