Vielfältige Hilfe für Geflüchtete

Die deutsche Regierung, aber vor allem zehntausende Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für Menschen auf der Flucht. 

Deutschlands Außenministerin Baerbock bei einem Besuch in Niger
Deutschlands Außenministerin Baerbock bei einem Besuch in Niger picture alliance / photothek

Mehr als 100 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Noch nie verzeichnete das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR eine so hohe Zahl an Geflüchteten wie im Jahr 2022. Allein der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zwang seit Februar vergangenen Jahres Millionen Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Deutschland setzt sich weltweit für den Schutz von Geflüchteten und ebenso für die Minderung von Fluchtursachen ein. Doch vor allem helfen viele Bürgerinnen und Bürgern ehrenamtlich Menschen in Not.

Schutz für Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland 

Ende 2022 lebten nach Angaben des Bundesinnenministeriums mehr als eine Million Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland, überwiegend Frauen und Kinder. Damit waren etwa 80 Prozent der in diesem Jahr nach Deutschland gekommenen Schutzsuchenden aus der Ukraine geflohen. Sie mussten aufgrund der in der EU vereinbarten Regelungen kein Asylverfahren durchlaufen. Der „verbrecherische Angriffskrieg“ von Russlands Präsident Wladimir Putin gegen die Ukraine habe in Deutschland „die größte Flüchtlingsbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst“, erklärte Bundesinnenministerin Nancy Faeser. 

Zweitgrößter Geberstaat für humanitäre Hilfe 

Die deutsche Außenpolitik zielt zunächst darauf, Krisen möglichst zu vermeiden oder zu entschärfen, damit erst gar keine Fluchtursachen entstehen. Dazu kommt die humanitäre Hilfe vor Ort. Deutschland unterstützt dafür das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, das UN-Welternährungsprogramm WFP und weitere Nichtregierungsorganisationen. Mit mehr als 2,5 Milliarden Euro ist die Bundesrepublik weltweit der zweitgrößte Geberstaat für humanitäre Hilfe

Großes Engagement in der deutschen Bevölkerung 

Viele Menschen setzen sich in Deutschland zudem ehrenamtlich für Geflüchtete aus aller Welt ein. Sie engagieren sich etwa im Aufnahmeprogramm „NesT – Neustart im Team“, bei dem besonders schutzbedürftige Menschen durch Mentorinnen und Mentoren unterstützt werden. Ein anderes Beispiel ist die Initiative „Start with a friend“, die seit 2015 Geflüchtete und Menschen in Deutschland zu Tandems zusammenbringt. Ein weiteres Angebot richtet sich an Studierende: Seit 2015 ermöglicht es die Kiron University mit Büros in Deutschland, Jordanien und im Libanon Geflüchteten, online zu studieren.

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