Lateinamerika- und Karibik-Initiative startet

Die Partnerschaft mit Deutschland soll intensiver werden. Im Fokus stehen die internationale Zusammenarbeit und die Rechte von Frauen.

Heiko Maas mit Teilnehmerinnen des Frauennetzwerks in Brasilien
Heiko Maas mit Teilnehmerinnen des Frauennetzwerks in Brasilien Florian Gaertner/photothek.net

Die Länder Lateinamerikas und der Karibik sind nicht nur kulturell eng mit Deutschland verbunden, sie teilen auch zahlreiche Werte und Interessen mit der Bundesrepublik. Gerade in Zeiten, in denen die internationale Ordnung immer mehr unter Druck gerät, setzt sich Deutschland verstärkt für eine regelbasierte internationale Ordnung ein. Viele Länder in Lateinamerika und der Karibik sind dabei natürliche Verbündete. Hier will die Lateinamerika- und Karibik-Konferenz anknüpfen.

Wir teilen ein wichtiges Fundament gemeinsamer Werte.

Bundesaußenminister Heiko Maas

Bereits im Vorfeld war Außenminister Maas nach Lateinamerika gereist, um in die gewachsenen Partnerschaften zu investieren. Er betonte: „Lateinamerika ist eine der am stärksten demokratisierten Regionen der Welt. Mit vielen Staaten teilen wir ein wichtiges Fundament gemeinsamer Werte. Wir ergreifen darum die Initiative, um unsere Beziehungen neu zu beleben und anzukurbeln.“ Es gehe darum, die Partnerschaften fester und die Kooperation effektiver zu machen. Deutschland wolle gemeinsam mit den Ländern der Region auf der Weltbühne zusammen für Demokratie, Menschenrechte und faire Regeln einstehen. „Wir wollen dazu beitragen, dass unser geteiltes Wertefundament weiter wächst.“

Hochkarätiges Treffen in Berlin

Zahlreiche Außenminister aus Lateinamerika und der Karibik kommen am 28. Mai ins Auswärtige Amt nach Berlin: Bei der Lateinamerika- und Karibik-Konferenz soll der Standort bestimmt und die Wegroute abgesteckt werden: Welche Herausforderungen sind besonders drängend? Was können Deutschland, Lateinamerika und die Karibik gemeinsam erreichen?

Im Weltsaal des Auswärtigen Amts diskutieren die Außenminister und rund 1.000 Konferenzteilnehmer unter anderem mit dem Siemens-Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser über Wirtschaftsbeziehungen, mit Daniel Barenboim über Kultur und mit der Hohen Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Michelle Bachelet, über Frauenrechte. Am Nachmittag setzen die Außenminister ihren Austausch im kleinen Kreis fort. Dabei stehen Rechtsstaatszusammenarbeit, Klimawandel, wissenschaftliche Zusammenarbeit und Wirtschaftsbeziehungen im Fokus. Parallel dazu finden zahlreiche Fokusveranstaltungen statt. Ein „Global Diplomacy Lab“ bringt Nachwuchskräfte aus einer Reihe von Ländern zusammen. 

Neues Frauennetzwerk „Unidas“

Auf der Konferenz wird auch das neue Frauennetzwerk „Unidas“ offiziell gegründet. Es steht unter der Schirmherrschaft von Außenminister Maas und bringt Menschen aus Lateinamerika, der Karibik und Deutschland zusammen, die sich für gleiche Chancen von Frauen und Männern einsetzen. Die faire Repräsentation von Frauen, gleichberechtigte wirtschaftliche Teilhabe und der Kampf gegen sexualisierte Gewalt bleiben aktuelle Themen in der Region. Die Gründung von „Unidas“ geht auch Hand in Hand mit dem deutschen Engagement im UN-Sicherheitsrat für „Frauen, Frieden und Sicherheit“.

Quelle: Auswärtiges Amt

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