Meere und Ozeane

Der Schutz der Meere und Ozeane steht im Mittelpunkt des Wissenschaftsjahres 2016*17.

picture alliance/Bruce Colem - Year of Science

Sie sind Sehnsuchtsorte, Nahrungsmittellieferanten und stellen wichtige Handelswege dar: Meere und Ozeane. Als größter Lebensraum des Planeten bedecken sie etwa 70 Prozent der Erdoberfläche und bieten damit unzähligen Arten eine Heimat. Weil dieser Lebensraum so wichtig ist, widmet sich das Wissenschaftsjahr 2016*17 den Meeren und Ozeanen. „Entdecken, Nutzen, Schützen“ ist der Leitgedanke für den Dialog zwischen Bürgern und Wissenschaftlern während des Wissenschaftsjahres.

Mehr als die Hälfte der Menschheit lebt in küstennahen Regionen, denn Meere bieten eine wichtige Nahrungsquelle: Etwa 150 Millionen Tonnen Fisch werden jährlich gefangen. Das hat Folgen: Einige Gebiete sind stark überfischt – zum Beispiel auch die deutsche Ostsee. Neben dem Fischfang macht der Handel die Ozeane zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Rund 45.000 Frachtschiffe sind auf den Weltmeeren unterwegs und transportieren jährlich fast zehn Milliarden Tonnen Güter – damit nehmen mehr als zwei Drittel des gesamten Frachtaufkommens den Weg über das Meer.

Ozeane haben Menschen seit jeher fasziniert. Als Pioniere und Missionare, als Entdecker und Eroberer, als Kaufleute oder Auswanderer haben sie die Weiten der Ozeane entdeckt. Heute liefert die Forschung wichtige Daten, um Meere und Ozeane besser zu verstehen. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 gewähren Wissenschaftler einen Einblick in ihre Arbeit und laden zu einem offenen Austausch über die Zukunft der Meere ein. Das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ wird dazu quer durch Deutschland touren. Am 4. Mai legt der umgebaute Frachter im Kieler Hafen ab und wird bis September 2016 auf Wasserstraßen im Norden Deutschlands unterwegs sein. Im Jahr 2017 wird die „MS Wissenschaft“ Städte in den südlichen Bundesländern besuchen.

Meere als Klimaschützer und Müllkippen

Meere sind wahre Klimaschützer. In den letzten 150 Jahren haben sie etwa die Hälfte des vom Menschen verursachten Kohlendioxids aufgenommen. Der Klimawandel wäre ohne sie schon viel weiter fortgeschritten. Doch durch den Einfluss des Menschen in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten haben sich die Meere verändert. Die hohe Aufnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre, senkt den pH-Wert des Wassers – es versauert und das schadet Muscheln und Korallen. Zudem entwickeln sich Meere und Ozeane durch die hohe Belastung mit Plastikmüll zu globalen Müllkippen: Plastikteilchen finden sich inzwischen in Fischen, in kleinen Meerestieren und im Arktiseis. Eine Frage wird sein, wie der Mensch die Meere und Ozeane schützen kann.

Weltwassertag am 22. März 2016

 

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