Schwimmende Windräder

Siemens liefert Windräder für den größten schwimmenden Windpark der Welt.

Statoil ASA - Schwimmende Windräder

Im Dezember 2015 war die Windenergie erstmals die wichtigste Energiequelle zur Stromerzeugung in Deutschland - vor Braunkohle, Steinkohle und der Kernenergie. Das liegt an dem massiven Ausbau der Anlagen - insbesondere auf See. Denn nirgendwo bläst der Wind stärker als dort.

 

Der deutsche Technologiekonzern Siemens hat dieses Potential schon vor einiger Zeit erkannt und sich auf die Konstruktion schwimmender Windräder spezialisiert. Der Vorteil: Im Gegensatz zu festen Anlagen können bei schwimmenden Windkraftanlagen größere Wassertiefen für die Windkraft erschlossen werden. Zudem können die Anlagen komplett im Hafen errichtet und nach Fertigstellung vor Ort installiert werden. Das reduziert lärmintensive Arbeiten und vermindert damit auch die Belastung für Meerestiere und -pflanzen.

 

Gemeinsam mit dem norwegischen Öl- und Gaskonzern Statoil hat Siemens bereits 2009 „Hywind Demo“, die weltweit erste schwimmende Windenergieanlage, installiert. Sie liegt zwölf Kilometer vor der Südwestküste Norwegens im Atlantik und ist mit einem 2,3 Megawatt starkem Siemens-Windrad ausgestattet. „Im Jahr 2011 hat Hywind 10,1 Gigawattstunden Strom geliefert. Eine Anlage an einem guten Landstandort kommt gerade auf sechs Gigawattstunden“, sagt Per Egedal, Abteilungsleiter Technologie bei Siemens Wind Power.

 

Der größte schwimmende Windpark der Welt vor der schottischen Nordostküste

 

Jetzt geht Siemens das nächste Projekt mit Statoil an. Ab Ende 2017 soll vor der schottischen Nordostküste der weltweit größte schwimmende Windpark, „Hywind Scotland“, jährlich rund 135 Gigawattstunden Strom erzeugen. Der deutsche Konzern liefert dafür fünf direkt angetriebene Offshore-Windturbinen mit einer Leistung von jeweils sechs Megawatt. Laut Siemens ist „Hywind Scotland“ ein bahnbrechendes Projekt, das zum Wegbereiter für künftige schwimmende Windprojekte werden könnte.

 

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