Schutz des syrischen Kulturerbes

Mehr als 230 syrische und internationale Experten trafen sich im Juni in Berlin, um über Kulturerbeschutz zu beraten.

Die Oasenstadt Palmyra gehörte einst zu den wichtigsten kulturellen Zentren der antiken Welt. Seit den Zerstörungen durch den sogenannten Islamischen Staat ist sie ein Symbol für die Schutzbedürftigkeit Syriens und seiner Kulturerbestätten geworden. Mehr als 230 syrische und internationale Experten trafen sich im Juni 2016 in Berlin, um das Ausmaß der Schäden zu bewerten und Notfallmaßnahmen zu entwickeln. Das Auswärtige Amt und die UNESCO hatten das Treffen initiiert. „Was uns zusammenführt, sind das Engagement, die Sorge und das Wissen um die außergewöhnliche universelle Bedeutung des jahrtausendealten Kulturerbes in ganz Syrien. Sein Verlust würde die gesamte Menschheit treffen“, sagte Staatsministerin Maria Böhmer. Auf der Konferenz wurde auch das neue Projekt „Stunde Null – Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise“ des Archaeological Heritage Network präsentiert, in dem syrische Architekten, Archäologen, Bauforscher, Stadtplaner und Handwerker aus- und weitergebildet werden. Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) und das Museum für Islamische Kunst in Berlin stellten zudem ein digitales Register (Syrian Heritage Archive Project) vor, mit dem syrische Kulturgüter katalogisiert werden sollen. Dieses Projekt wird im Rahmen des Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amts gefördert.

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