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Fair wirtschaften für eine bessere Welt

Es geht nicht nur ums Geld: drei faire Startups aus Deutschland, die sich für nachhaltigen und fairen Handel einsetzen. 

Steffen Ermisch , 08.11.2023
Die Brüder Waldeck wollen Smartphones fairer und nachhaltiger machen.
Die Brüder Waldeck wollen Smartphones fairer und nachhaltiger machen. © Shift

Shift  

Schon der Warnhinweis auf der Rückseite macht klar, dass die „Shiftphones“ anders sind. „Menschen sind wichtiger als Maschinen“, steht dort auf Englisch. Hersteller des Smartphones ist das 2014 gegründete Startup Shift aus Falkenberg bei Kassel. Der Strategie der Branchenriesen, den Markt mit immer neuen Modellen zu fluten, setzen die Gründer Carsten und Samuel Waldeck langlebige und leicht zur reparierende Geräte entgegen. Hohe Standards hat das Startup bei den Arbeitsbedingungen in der eigenen Manufaktur im chinesischen Hangzhou. Das Startup engagiert sich zudem in Initiativen, die für einen verantwortungsvollen Abbau der Rohstoffe eintreten. 

EYD 

Stuttgarter Startup schafft neue Perspektiven für Frauen.
Stuttgarter Startup schafft neue Perspektiven für Frauen. © EYD

Mit nachhaltiger und fairer Mode will das Stuttgarter Startup EYD Frauen mit einer traumatischen Vergangenheit neue Perspektiven geben. Die Abkürzung steht für „Empower your dressmaker“ (Stärke deine Kleidungshersteller). Hergestellt wird die Mode vor allem in einer Werkstatt im indischen Mumbai, die aus Menschenhandel und Zwangsprostitution befreite Frauen beschäftigt. Der Stempel im Etikett verrät, wer genau am Kleidungsstück gearbeitet hat.

AfreeGems  

AfreeGems unterstützt wirtschaftliche Entwicklung in Afrika.
AfreeGems unterstützt wirtschaftliche Entwicklung in Afrika. © IHK

Für die Vereinten Nationen waren Andrea Bolz und Stefan Reiss in Westafrika unterwegs – und lernten die lokale Küche schätzen. Besonders angetan hatten es ihnen die mit Meersalz gewürzten und ohne Öl gerösteten Erdnüsse aus Senegal. Seit 2018 importiert das Gründerpaar diese und andere Spezialitäten. Verkauft werden die Produkte über Weltladen-Fachgeschäfte sowie über den eigenen Onlineshop. „Alle AfreeGems werden verzehrfertig in Afrika produziert“, sagt Reiss. So werde der Kaffee aus Tansania auch dort geröstet. Ein großer Teil der Wertschöpfungskette finde also bereits in den Ländern statt, langfristig solle die komplette Produktion in Afrika laufen.