Outdoor-Offensive in den USA

Melody Harris-Jensbach kam vor 30 Jahren aus den USA nach Deutschland. Jetzt will sie mit Jack Wolfskin den Outdoor-Markt in Amerika erobern.

Melody Harris-Jensbach bringt Jack Wolfskin in die USA
Melody Harris-Jensbach bringt Jack Wolfskin in die USA dpa

Was für ein Unternehmen ist Jack Wolfskin?

Gegründet wurde der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin 1981 in Frankfurt am Main. In den folgenden Jahren prägte er mit seinem Angebot von Funktionskleidung über Wanderschuhe bis zu Rucksäcken und Zelten den Trend zum Urlaub in der Natur mit. Der englische Name des deutschen Modelabels ist von einer Reise des Firmengründers in die Wildnis Kanadas ebenso inspiriert wie von dem Abenteuerschriftsteller Jack London.

Wer ist die Chefin des Outdoor-Ausrüsters?

Melody Harris-Jensbach kam als Kind aus Südkorea in die USA und ist in Florida aufgewachsen. Während des Mode-Studiums an der Parsons School of Design in New York lernte sie ihren deutschen Mann kennen und zog mit ihm 1986 nach Köln. Ihre Karriere als Managerin und Designerin von Damenmode führte sie unter anderem auf Vorstandsposten bei Puma und Esprit.

Seit wann ist Melody Harris-Jensbach die Chefin von Jack Wolfskin?

2014 wechselte Melody Harris-Jensbach von Esprit auf den Chefposten bei Jack Wolfskin, das seinen Firmensitz in die Kleinstadt Idstein nördlich von Frankfurt verlegt hatte und einer US-Investmentfirma gehörte. Sie steuerte Jack Wolfskin auch durch finanziell schwierige Zeiten und schaffte die Rückkehr in die Gewinnzone. 2019 kauft der kalifornische Golf-Ausrüster Callaway Jack Wolfskin. Für Melody Harris-Jensbach ist das ein wichtiger Schritt mit einem „strategischen und langfristigen Eigentümer“.

Welche Akzente hat die Geschäftsführerin gesetzt?

Melody Harris-Jensbach setzt auf umweltfreundliche Produktinnovationen, zum Beispiel eine Textilmembran aus recyceltem Material. Bereits 2018 brachte Jack Wolfskin eine Outdoor-Jacke aus komplett recycelten Materialien auf den Markt. Plastik wird dagegen reduziert und die zumindest zum Teil nicht abbaubaren PFC-Materialien sollen bis 2020 aus der gesamten Kollektion von Jack Wolfskin verschwinden.

Welche Pläne hat Jack Wolfskin für die USA?

„Wir machen insgesamt 40 Prozent unseres Umsatzes im Ausland. Das soll mehr werden“, sagt Melody Harris-Jensbach. Gemeinsam mit dem neuen Besitzer Callaway soll nun der US-Markt für Jack Wolfskin deutlich wachsen. Die regionalen Schwerpunkte der Expansion liegen zunächst auf den nördlichen Bundesstaaten an der Ost- und Westküste sowie auf Colorado. Dort und in 24 weiteren Bundesstaaten ist Jack Wolfskin bereits heute über Zwischenhändler vertreten.

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