Berlin und London arbeiten bei seltenen Erden zusammen
Trotz des Brexits sieht sich Großbritannien fest an der Seite der EU. Mit Deutschland gibt es nun ein weiteres strategisches Abkommen.
Berlin (dpa) - Gemeinsam wollen Deutschland und Großbritannien seltene Erden sichern und Reserven aufbauen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und ihr britischer Amtskollege Peter Kyle wollen auf dem deutsch-britischen Wirtschaftsgipfel in Berlin eine entsprechende Strategievereinbarung unterzeichnen. Sie beinhalte konkrete Zusagen bei der Exploration und lege Handlungsschritte fest, um die Versorgungssicherheit beider Länder zu festigen.
„In Zeiten von wachsenden geopolitischen Spannungen stärken wir gezielt unsere Zusammenarbeit – bei der Wirtschaftssicherheit, bei kritischen Rohstoffen und beim Aufbau resilienter Lieferketten“, sagte Reiche. „Seltene Erden bilden das Fundament eines Großteils der wirtschaftlichen Sicherheit, die wir benötigen“, ergänzte Kyle.
Der deutsch-britische Wirtschaftsgipfel baut auf dem im Juli 2025 unterschriebenen Kensington-Vertrag beider Staaten auf, mit dem eine vertiefte Zusammenarbeit in Verteidigung, Sicherheit, Wirtschaft, Gesundheit und Kultur vereinbart wurde. Auch bei Künstlicher Intelligenz wollen beide Länder enger kooperieren. So schließt sich Großbritannien der EU AI Champions Initiative an, die Großkonzerne und Tech-Startups zusammenbringt.
Seltene Erden stecken in Gebrauchsgegenständen wie Smartphones, Laptops und Fernsehern. Zudem werden sie für E-Auto-Batterien, KI und moderne Waffensysteme benötigt.