Minenjagdboot wird ins Mittelmeer verlegt
Das deutsche Minenjagdboot „Fulda“ soll in Richtung Mittelmeer aufbrechen. Verteidigungsminister Pistorius will vorbereitet sein, wenn die Sicherung der Straße von Hormus ansteht.
Berlin (dpa) - Das Minenjagdboot „Fulda“ der Deutschen Marine soll samt Besatzung in den kommenden Tagen ins Mittelmeer verlegt werden. „Damit erfolgt eine Vorausstationierung für eine mögliche Beteiligung der Bundeswehr an einem multinationalen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus“, teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums mit. Durch diesen Schritt werde Zeit gespart, um die Fähigkeiten der „Fulda“ schnell in den Einsatz zu bringen, sobald die durch die Bundesregierung dafür bestimmten Voraussetzungen erfüllt seien.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnerte er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei. Mit Blick auf die Rechtsgrundlage nannte Pistorius es eine „angemessene und denkbare Option“, das EU-Mandat für die Marinemission „Aspides“ im Roten Meer zu erweitern. „Ein UN-Mandat wäre sicher besser, ist aber im Augenblick nicht wahrscheinlich.“
Infolge des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus derzeit blockiert. Die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman ist eine wichtige Schifffahrtsroute, vor allem für den Ölhandel. Die Blockade belastet daher die Weltwirtschaft.