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„Friedenssicherer geben Deutschlands Außenpolitik ein Gesicht“

In Krisengebieten weltweit sind deutsche Experten, Polizisten und Soldaten in Friedensmissionen im Einsatz. Nun wurden sie von der Bundesregierung geehrt.

12.06.2026
Außenminister Johann Wadephul
Außenminister Johann Wadephul © picture alliance/dpa | Elisa Schu

Berlin (dpa) - Außenminister Johann Wadephul hat den Einsatz von deutschen zivilen Experten, Polizisten und Soldaten bei internationalen Friedenseinsätzen gewürdigt. Als Friedenssicherer würden sie dem außenpolitischen Handeln Deutschlands ein Gesicht verleihen und es greifbar machen, sagte Wadephul beim „Tag des Peacekeeping“ im Auswärtigen Amt in Berlin.

Wadephul zeichnete beispielsweise eine Peacekeeperin aus, die sich im Kosovo als Expertin für Außen- und Sicherheitspolitik mit dem Umgang mit Desinformation durch Russland sowie der Stärkung der gesellschaftlichen Widerstandsfähigkeit beschäftigt. Ausgezeichnet wurden auch der Verantwortliche für das Sicherheitsmanagement des Grenzübergangs Rafah zwischen dem südlichen Gazastreifen und Ägypten sowie ein deutscher Mitarbeiter der EU-Beratungsmission EUAM in der Ukraine, der sich mit der Verfolgung von Verbrechen im Zuge des russischen Angriffskriegs befasst. 

Deutschland beteiligt sich aktuell mit knapp 2.100 Personen an internationalen Friedenseinsätzen. Deutsche Polizeibeamte des Bundes nehmen seit 1989 an friedenssichernden und - erhaltenden Einsätzen in verschiedenen Krisengebieten der Welt teil. Auch Bundeswehrsoldaten beteiligen sich an internationalen Friedenseinsätzen. Diese finden grundsätzlich im Rahmen multilateraler Bündnisse und Organisationen wie den Vereinten Nationen, der Nato oder der Europäischen Union statt.