Deutsche Panzerbrigade übt erstmals Gefecht in Litauen
Nahe der Grenze zu Belarus stellen sich rund 2.900 Soldaten in 800 Fahrzeugen neuen Bedrohungen, die sich etwa durch Drohnen ergeben.
Pabrade (dpa) - Die neue deutsche Panzerbrigade in Litauen hat in dem baltischen Nato-Staat erstmals eine Gefechtsübung absolviert. Der Kommandeur, Brigadegeneral Christoph Huber, sieht darin einen wesentlichen Schritt zur Kriegstüchtigkeit, wie er auf dem Truppenübungsplatz Pabrade sagte. „Dabei lernen wir natürlich von dem, was wir sehen in der Ukraine.“
Am Mittwoch begann die Hauptphase der Gefechtsübung. Die Bundeswehr setzt dabei mehr als 300 Drohnen ein. Die im vergangenen Jahr formal in Dienst gestellte Panzerbrigade trainiert bei „Freedom Shield 2026“ erstmals das Gefecht auf litauischem Boden.
Für die Übung wurden rund 2.900 Soldaten - darunter etwa 2.300 aus Deutschland - und rund 800 Fahrzeuge aus acht Nato-Staaten auf dem Truppenübungsplatz zusammengezogen, der etwa 15 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt ist.
Mit der Aufstellung der Brigade reagiert Deutschland auf die wachsende Bedrohung durch Russland. Bis 2027 soll der Verband mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern voll einsatzfähig sein. Litauen grenzt an Russlands Verbündeten Belarus und an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad.