Bundeswehr bekommt Ausbilder aus der Ukraine
Ukrainische Ausbilder sollen ihre Fronterfahrung nun direkt in deutsche Truppenschulen bringen. Den Weg dazu ebnet ein Abkommen.
Strausberg (dpa) - Die Bundeswehr soll auch Ausbilder aus der Ukraine bekommen. Dazu sei ein Abkommen zwischen den Verteidigungsministerien Deutschlands und der Ukraine gezeichnet worden, sagte ein Sprecher des Heeres. „Es ist geplant, vor allem an den Truppenschulen des Heeres die Erfahrungen ukrainischer Soldatinnen und Soldaten in die Ausbildung im Heer einfließen zu lassen“, sagte er weiter. Mit dem Schritt reagiert die Bundeswehr auf die erheblichen Veränderungen auf dem Gefechtsfeld in der Ukraine. So haben die ukrainischen Soldaten umfangreichere Erfahrungen beim Einsatz und der Bekämpfung von Drohnen, aber auch bei der schnellen Integration moderner Führungstechnologien in der kämpfenden Truppe.
Unterdessen berät Schleswig-Holsteins Landesregierung auf einer zweitägigen Sicherheitskonferenz mit einer Delegation aus der ukrainischen Partnerregion Cherson über zivile Verteidigung und Resilienz. „Wir versuchen, gegenseitig voneinander zu lernen und wir haben große Herausforderungen, auch in Deutschland, was Verteidigungsfähigkeit angeht, was Resilienz angeht, was zivil-militärische Verteidigung angeht“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther zu Beginn des Treffens, an dem auch Gouverneur Oleksandr Prokudin teilnimmt.