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Europäische Länder: Nawalny starb an Nervengift

Deutschland und vier weitere europäische Länder bezichtigen Russland, den Kreml-Kritiker Nawalny vor zwei Jahren mit einem Nervengift getötet zu haben.

16.02.2026
Gedenken an Alexej Nawalny vor der Russischen Botschaft in Berlin (Archivbild)
Gedenken an Alexej Nawalny vor der Russischen Botschaft in Berlin (Archivbild) © picture alliance / Rainer Keuenhof | Rainer Keuenhof

München (dpa) – Der vor zwei Jahren in russischer Haft gestorbene Oppositionsführer Alexej Nawalny ist Analysen zufolge mit dem Nervengift Epibatidin getötet worden. In einer gemeinsamen Erklärung Deutschlands, Frankreichs, der Niederlande, Schwedens und des Vereinigten Königreichs heißt es: „Russland behauptete, Nawalny sei eines natürlichen Todes gestorben. Angesichts der Toxizität von Epibatidin und der bekannt gewordenen Symptome war die Ursache seines Todes jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Vergiftung. Nawalny verstarb in Haft, Russland hatte also die Mittel, ein Motiv und die Möglichkeit, ihm das Gift zu verabreichen. Russlands wiederholte Missachtung des Völkerrechts und des Chemiewaffenübereinkommens ist offensichtlich.“

Außenminister Johann Wadephul zeigte sich bestürzt über die Erkenntnisse. „Wir hatten uns nie Illusionen über die Natur des russischen Regimes gemacht, aber diese Erkenntnisse, die wir bekommen haben, zusammen mit Partner-Nationen, haben mich wirklich schockiert“, sagte Wadephul. Zwei Jahre nach dem Tod des Kremlgegners erinnern heute in Russland und vielen anderen Ländern Menschen an den Oppositionsführer. Nach Angaben seines Teams sind Gedenkveranstaltungen in mehr als 20 Staaten geplant – auch in zahlreichen Städten Deutschlands.

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