Deutschland und Argentinien vereinbaren Rohstoffkooperation
Eine Absichtserklärung soll den Zugang zu Rohstoffen für Zukunftstechnologien verbessern – und Abhängigkeiten reduzieren.
Buenos Aires (dpa/d.de) – Deutschland und Argentinien wollen im Bergbau- und Rohstoffsektor enger zusammenarbeiten. Außenminister Johann Wadephul und sein argentinischer Amtskollege Pablo Quirno unterzeichneten dazu in Buenos Aires eine Absichtserklärung. Wadephul verwies auf anfällige Lieferketten in Krisenzeiten und das Ziel, sich „wirtschaftlich breiter und widerstandsfähiger“ aufzustellen.
Im Fokus stehen kritische Mineralien und Seltene Erden, die Deutschland für Zukunftstechnologien benötigt – und bei denen Berlin Abhängigkeiten, etwa von China, reduzieren will. Argentinien verfügt über große Vorkommen, darunter Lithium, sowie Projekte etwa bei Kupfer. Wadephul betonte, Deutschland könne mit Technologie zur Weiterverarbeitung vor Ort beitragen und setze dabei auf Umwelt- und Sozialstandards. Beide Minister warben zudem für das EU‑Mercosur‑Freihandelsabkommen als Signal für den Freihandel.
Seine Reise in Südamerika startet Wadephul beim Mercosur-Gipfel in Paraguay. Nach seinem Besuch in Buenos Aires wird er heute in Brasilien erwartet. In Sao Paulo will Wadephul an einer Konferenz der deutschen Auslandshandelskammer zu den Chancen des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Mercosur-Ländern teilnehmen.