Gedenken an Opfer des Anschlags von Hanau
Sechs Jahre nach dem rassistischen Anschlag von Hanau mit neun Todesopfern gedenkt Deutschland der Opfer.
Hanau (d.de) - Zum sechsten Jahrestag des rassistischen Anschlags in Hanau wird an zahlreichen Orten in Deutschland der Opfer gedacht. Am 19. Februar 2020 hatte ein 43-jähriger Deutscher in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen und danach seine Mutter und sich selbst getötet. Das Gedenken an die Opfer umfasst in diesem Jahr stille Kranzniederlegungen an den Tatorten sowie am Abend Lichtkorridore. Auch an weiteren Orten im In- und Ausland werden Kränze und Gestecke niedergelegt. In Heidelberg, Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe sind Kundgebungen oder Demonstrationen angemeldet.
„Sechs Jahre nach Hanau denken wir an die Menschen, deren Leben gewaltsam ausgelöscht wurde. Ihr Verlust schmerzt bis heute. Wir dürfen und wir werden sie nicht vergessen,“ sagte Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer anlässlich des Jahrestages. „Wer Menschen aufgrund ihrer Herkunft ermordet, greift auch unsere demokratische und weltoffene Gesellschaft an. Dem treten wir entschlossen entgegen und setzen uns konsequent gegen Rassismus und Extremismus ein.“ Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Initiative kulturelle Integration haben einen Aktionstag Hanau ins Leben gerufen. Dabei stehen bundesweite künstlerische Schulwettbewerbe im Mittelpunkt, die junge Menschen dazu ermutigen, sich mit den Themen Antisemitismus, Rechtsextremismus oder anderen Formen von Ausgrenzung auseinanderzusetzen