„Symbol der israelischen Kultur in Berlin“

Tal Alon hat das hebräische Magazin „Spitz“ gegründet.

Olaf Kühnemann - Tal Alon

Tal Alon kam 2009 nach Berlin: „Es war nicht mein Traum, Einwanderin zu werden. Aber der meines Ehemannes, nach Berlin zu gehen. Er ist Maler, ihn reizte die Kunstszene hier“, erinnert sich die Journalistin, die zuvor bei einer großen Tageszeitung als Chefin vom Dienst arbeitete. „Zuerst war ich unsicher, aber dann dachte ich: Warum nicht? Also sind wir mit unseren beiden Kindern nach Berlin gekommen.“ Zwei Jahre lang lernte Tal Alon Deutsch, arbeitete als freie Journalistin für israelische Medien und entdeckte die immer größer werdende israelische Community der deutschen Hauptstadt. „Israelis sind aus den unterschiedlichsten Gründen in Berlin, es gibt eine Vielzahl von Initiativen“, berichtet Tal Alon. So kam sie auf die Idee, das hebräische Magazin „Spitz“ zu 
gründen: „Eine Community braucht eine Zeitung. Spitz 
gibt israelischen Einwanderern eine kulturelle, politische und soziale Orientierung und baut eine erste Brücke zu Deutschland und den Deutschen“, sagt sie. „Daneben ist Spitz ein praktischer Wegweiser für Alltag und Freizeit in Berlin.“

Zwar können die Leser das alle zwei Monate erscheinende, spenden- und anzeigenfinanzierte Magazin ganz klassisch abonnieren, aber der Großteil der rund 2000 Exemplare wird in Restaurants, Sprachschulen oder Hotels ausgelegt. „Ich wollte nicht noch irgendeine Facebookgruppe gründen. Vielmehr sehe ich Spitz als ein physisch präsentes Symbol für unsere Kultur in Berlin“, sagt die Gründerin. Eine Onlineversion gibt es natürlich auch.

spitzmag.de