„Der Rhein“ in der Bundeskunsthalle

Die Ausstellung „Der Rhein“ in der Bundeskunsthalle in Bonn nimmt Besucher mit auf eine Reise entlang dieses europäischen, mythenumrankten Stroms.

LVR-LandesMuseum Bonn/Jürgen Vogel

„Die ganze Geschichte von Europa liegt in diesem Fluss“, meinte der französische Schriftsteller Victor Hugo. Und tatsächlich spielen Flüsse bei der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung ganzer Regionen oft eine tragende Rolle. Sie transportieren  Menschen, Güter, Wissen und Geschichten. Ihre Ufer waren früher oft Ansiedlungspunkt für neue Städte.

Freilich: Flüsse markieren oft auch Grenzen. Der Rhein trennte die Gebiete von Römern und Germanen, später kämpften Deutsche und Franzosen um die Macht am Fluss. All die unterschiedlichen Seiten dieses europäischen Stroms thematisiert eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn: „Der Rhein – eine europäische Flussbiografie“. Sie zeigt mehr als 300 Exponate von so unterschiedlichen Künstlern wie William Turner, Max Ernst, Anselm Kiefer und Andreas Gursky. Entlang von Malereien und Fotografien führt sie durch 2000 Jahre europäische Kulturgeschichte.

Märchen und Sagen

Weil der Rhein auch bekannt ist als Ort von Märchen und Sagen, gibt es ein umfangreiches Programm für Kinder und Familien, mit Lesungen und Schatzsuche. Prinzessinnen, Drachentöter und Zauberer tauchen auf – der Rhein als Fluss der Legenden.

Gleichzeitig läuft im LVR-Landesmuseum in Bonn die Schau „Bilderstrom – der Rhein und die Fotografie“. Arbeiten von mehr als 60 Fotografen aus verschiedenen europäischen Ländern sind zu sehen – zeitgenössische Bilder, aber auch Aufnahmen aus dem 19. Jahrhundert. Auswahl gab es für die Kuratoren genug: Der Rhein als deutscher Mythos ist natürlich seit jeher ein beliebtes Motiv.

www.bundeskunsthalle.de

www.landesmuseum-bonn.lvr.de

Geschichten im Fluss

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