Entdecke DE: Dichterhäuser

Mit der Serie „Entdecke DE“ geht es auf eine Reise quer durch Deutschland: diesmal zu Dichterhäusern.

dpa/Hubert Link - Writers’ houses

Wo könnte man dem Geist des Lieblingsautors besser nachspüren als an seinem eigenen Schreibtisch? Es ist dieser Gedanke, der viele Menschen in die früheren Häuser von Schriftstellern führt. Mehr als 200 literarische Gedenkstätten gibt es in Deutschland. Eine kleine Auswahl offener Dichterhäuser.

Brecht-Weigel-Haus Buckow

Hier schrieb Bertolt Brecht seine „Buckower Elegien“: Das weiß getünchte Haus mit der großen Fensterfront, nah am Schermützelsee in der Märkischen Schweiz, diente Brecht und seiner Ehefrau Helene Weigel ab 1952 als Feriendomizil. Auch nach Brechts Tod 1956 empfing Weigel in dem rund 50 Kilometer von Berlin entfernten Ort häufig Gäste.
www.brechtweigelhaus.de

Hans-Fallada-Museum

Die Veröffentlichung der ungekürzten Version seines Romans „Jeder stirbt für sich allein“ 2011 bescherte Hans Fallada mehr als 60 Jahre nach seinem Tod einen späten, erneuten Aufmerksamkeitsschub – und dem Hans-Fallada-Museum zahlreiche Gäste. Das ehemalige Wohnhaus des Autors in Carwitz in Mecklenburg-Vorpommern steht auf einem 15.000 Quadratmeter großen Anwesen mit Bienenhaus, Bootsschuppen und Sitzecke am Seeufer.
www.fallada.de

Heine-Haus

„Ich bin dort geboren, und es ist mir, als müsste ich gleich nach Hause gehen“, so Heinrich Heine. „Und wenn ich sage nach Hause gehn, so meine ich die Bolkerstraße und das Haus, worin ich geboren bin.“ Auch heute zieht es viele Menschen in das Heine-Haus in der Düsseldorfer Altstadt, das sich alles andere als museal, sondern höchst lebendig zeigt: Poesiefestivals, Gesprächsabende, Lesungen – Heines Geburtshaus ist in der literarischen Szene des Rheinlands ein unverzichtbarer Ort.
 www.heinehaus.de

Anna-Seghers-Gedenkstätte

Zwei Plätze gebe es in dieser Wohnung, die sie freuen, hat Anna Seghers einmal geschrieben: „ein Eck im Fenster meines kleinen Schlafzimmers“ und „der kleinwinzige Balkon“. Besagte Wohnung liegt in Adlershof im ehemaligen Ost-Berlin. Nach Jahren des Exils in Frankreich und Mexiko kehrte die Schriftstellerin nach Deutschland zurück und zog 1955 in diese Wohnung. Sie blieb ihr Zuhause bis zu ihrem Tod mehr als 30 Jahre später. Bis heute kann man dort alles so betrachten, wie es zu Seghers‘ Lebzeiten aussah.
www.anna-seghers.de

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