„Entdecke DE“: Wein und Blüten in Eltville

Mit der Serie „Entdecke DE“ geht es auf eine Reise quer durch Deutschland: Diesmal zur Weinlese in den Rheingau nach Eltville.

Besuchenswert: Kloster Eberbach bei Eltville
dpa

Wer spielte noch gleich die Hauptrolle in der Erfolgsverfilmung von Umberto Ecos „Der Name der Rose“? Sean Connery? Stimmt – einerseits. Andererseits nahm in dem Werk von Regisseur Jean-Jacques Annaud auch das Kloster Eberbach im Rheingau einen nicht zu unterschätzenden Part ein. Die ehemalige Zisterzienserabtei bot 1986 die Kulisse für das Historiendrama um Glaube und Aberglaube, Liebe und Tod. Das Kloster liegt nahe des Städtchens Eltville – einem ebenso spannend-schönen Ziel.

Das Kloster Eberbach ist ein Ort der Einkehr, der vor Leben strotzt. Konzerte mit Klassik oder Jazz sind dort zu hören, bei Rundgängen erleben Besucher die mystische Atmosphäre der jahrhundertealten Räume. Von einem „Gesamtkunstwerk aus Geschichte, Architektur, Kultur und Wein“ sprechen die Verantwortlichen. Wein? Ganz recht. Die ganze Region ist bekannt für ihre guten Tropfen und das 1136 von Abt Bernhard von Clairvaux gegründete Kloster steht dem in nichts nach. Auf rund 200 Hektar gedeihen die Trauben für die Weine, die heute in modernen Anlagen hergestellt werden und die die Gäste in verschiedenen idyllisch gelegenen Lokalen kosten können.

Mit dem Wein ist schon eines der wesentlichen Attribute von Eltville und Umgebung genannt. Der Herbst mit der Weinlese ist sicherlich eine gute Zeit, um die Gegend zu besuchen. Doch Eltville hat noch mehr zu bieten: Rosen zum Beispiel. Das hat nichts mit Umberto Eco zu tun – die „Königin der Blumen“ war bereits da, bevor Eco seinen Roman schrieb und die Filmcrew in Eltville anrückte. Schon um die Wende zum 20. Jahrhundert soll die Gemeinde für ihre Rosenvielfalt bekannt gewesen sein. Heute blühen mehr als 350 Sorten in den Gärten und Anlagen, was Eltville den Beinamen „Rosenstadt“ einbrachte, mit dem der „Verein deutscher Rosenfreunde“ nur ganz besonders blütenreiche Orte adelt.

Seit 2006 gibt es unter den vielen Arten in Eltville auch eine mit dem Namen „Johannes Gutenberg“. Der berühmte Pate, Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, wirkte eigentlich in Mainz. Offenbar verbrachte Gutenberg, der mit bürgerlichem Namen Johannes Gensfleisch hieß, als Kind aber einige Zeit bei Verwandten in der Stadt. Bei Führungen können Besucher Gutenberg in Eltville nachspüren.

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