Die Kraft der Zivilgesellschaft nutzen

Jetzt bewerben: Das Auswärtige Amt fördert zivilgesellschaftliche Projekte mit Russland und Ländern der Östlichen Partnerschaft.

Begegnungen im Fokus: deutsch-russischer Jugendaustausch in Berlin
Begegnungen im Fokus: deutsch-russischer Jugendaustausch in Berlin Bettina Ausserhofer

Was macht die Kraft einer Zivilgesellschaft aus? Wie kann sie sich, auch über Ländergrenzen hinweg, für Dialog und Verständigung einsetzen? Menschen, die nach Antworten auf diese Fragen suchen, vernetzen sich in den sozialen Medien über den Hashtag #civilsocietycooperation.

Das Auswärtige Amt sucht für 2022 erneut Organisationen, die sich als Partner staatlichen Handelns engagieren möchten. Den Rahmen bildet das „Programm zum Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland“. Die Vielfalt der angesprochenen Akteure und Akteurinnen ist groß und die regionale Ausrichtung des Programms bietet viele Handlungsmöglichkeiten.

Aus welchen Ländern kann man sich bewerben?

Gefördert werden können Projekte, die sowohl in Deutschland als auch in mindestens einem Land der Östlichen Partnerschaft – dazu zählen Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, die Republik Moldau und die Ukraine – oder Russland durchgeführt werden. Grundlegende Voraussetzung ist die Zusammenarbeit von einer oder mehreren Organisationen aus den genannten Ländern mit einem Partner aus Deutschland.

Seit 2019 beziehungsweise 2020 können zusätzlich Partnerorganisationen aus Polen sowie Frankreich einbezogen werden: Das Auswärtige Amt lädt auch deutsch-französische, deutsch-polnische oder trilaterale Kooperationen zur Teilnahme ein, die Projekte mit Ländern der Östlichen Partnerschaft oder Russland planen.

Um welche Themen geht es?

Gefördert werden Vorhaben mit einem breiten Themenspektrum: Dazu gehören Medienprojekte, etwa Aus- und Fortbildungen für Journalisten und Blogger, Hospitationsprogramme oder Angebote, die die Medienkompetenz verbessern. Wer sich für Aus- und Fortbildung stark macht, hat ebenfalls gute Chancen. Auch der Jugendaustausch steht im Fokus. Mit der aktuellen Ausschreibung sollen vor allem junge Menschen dazu bewegt werden, sich mit dem Erbe des Zweiten Weltkriegs auseinanderzusetzen. Ein weiterer Schwerpunkt des Programms 2022 ist der Umwelt- und Klimaschutz, weshalb die Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bei der Projektkonzeption einbezogen und in unterschiedlichen Dimensionen von Nachhaltigkeit in der Projektarbeit noch stärker mitgedacht werden sollen. Um vulnerable Gruppen zu stärken, sollen auch im kommenden Jahr besonders solche Projekte gefördert werden, die sich an Angehörige benachteiligter sozialer Gruppen richten und/oder diese explizit einschließen. Ein Schwerpunkt liegt zudem auf der Förderung von Frauen in der Zivilgesellschaft, vor allem, aber nicht nur in Belarus. Darüber hinaus unterstützt das Programm Projekte, die territoriale Konflikte zwischen den am Programm beteiligten Staaten offen ansprechen – und durch ihr Engagement Wege der Versöhnung aufzeigen.

Seit 2014 wurden bereits über 4.000 Projektideen eingereicht, aus denen rund 1.500 geförderte Projekte hervorgingen.

Was ist bei der Bewerbung zu beachten?

Ideen für Projekte können noch bis zum 15. Oktober 2021 auf Deutsch oder Englisch beim Auswärtigen Amt eingereicht werden. Laufzeit der Förderung ist in der Regel ein Jahr; deshalb sollten die Projekte bis zum 31. Dezember 2022 abgeschlossen sein.

Informationen zum Programm

Jetzt Projektideen einreichen

Vernetzen: #civilsocietycooperation