Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkriegs

Europaweit wird im August mit Gedenkveranstaltungen an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren erinnert.

J.Schayan/Private - Military Cemetery St. Symphorien
J.Schayan/Private - Military Cemetery St. Symphorien J.Schayan/Private - Military Cemetery St. Symphorien

Wenn am Abend des 1. August in der Französischen Friedrichstadtkirche die Glocken erklingen, dann reiht sich die Gemeinde im Herzen von Berlin ein in ein europaweites Friedensgeläut, das von der Kathedrale im englischen Coventry ausgeht. Es stimmt ein auf einen Monat, in dem sich vor 100 Jahren der „Weltenbrand“ auf dem europäischen Kontinent entfesselte und setzt ein Zeichen dafür, die Idee von Europa als Friedensmacht zu revitalisieren. Dazu passt auch ein besonderer deutsch-französischer Moment in diesem Gedenkjahr: Bundespräsident Joachim Gauck und Frankreichs Präsident François Hollande treffen sich am 3. August 2014 zum Jahrestag der Kriegserklärung des Deutschen Reiches an die Republik Frankreich am Hartmannsweilerkopf/Vieil-Armand, einer Bergkuppe der südlichen Vogesen am Rande des Rheintals. Am 4. August lädt der Belgische König zu einer internationalen Gedenkveranstaltung in Lüttich ein, an der etwa 20 Staats- und Regierungschefs sowie weitere Repräsentanten aus bis zu 83 Ländern teilnehmen. Am Nachmittag wird Bundespräsident Gauck in Löwen zu Gast sein, wo er unter anderem die Alte Bibliothek besuchen und der zivilen Opfer gedenken wird. Am späten Nachmittag des 4. August reist Joachim Gauck weiter nach Mons. Dort findet auf dem Soldatenfriedhof St. Symphorien das deutsch-britische Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs statt. Der britische Dirigent Sir Simon Rattle hat dazu eine bisher nicht dagewesenen Zusammenarbeit des London Symphonie Orchesters und der Berliner Philharmoniker initiiert.

Lernen aus 1914-1918

Neben den Veranstaltungen mit Regierungsvertretern erinnern deutschlandweit hunderte Lesungen, Theateraufführungen, Konzerte, Ausstellungen und Schulprojekte, oft länderübergreifend an die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts, ihre historischen Folgen und menschlichen Tragödien.  

 

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