„HOPES kann ein Vorbild werden“

Beratung, Spachkurse, Stipendien: Wie Flüchtlinge im Nahen Osten wieder Zugang zu Bildung erhalten können.

Mehr als fünf Millionen Menschen sind in den vergangenen fünf Jahren aus dem Bürgerkriegsland Syrien geflüchtet. Der große Anteil ist jünger als 35 Jahre. Während vor Kriegsausbruch jeder fünfte Syrer aus einer Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren studierte, ist dieser Anteil inzwischen auf fünf Prozent gesunken. Das im April 2016 angelaufene HOPES-Programm („Higher and Further Education Opportunities and Perspectives for Syrians“) soll studierfähigen Geflüchteten den Zugang zu Bildung in den Nachbarländern Syriens – Jordanien, Libanon, Irak, Türkei und Ägypten – ermöglichen.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) leitet 
das Projekt mit seinen Partnern British Council, Campus France und EP-Nuffic aus den Niederlanden. Mehrere Tausend Syrerinnen und Syrer sollen von Beratungsangeboten und Sprachkursen profitieren, dazu kommen 300 Vollstipendien. Bis 2019 stehen zwölf Millionen Euro aus dem EU-Treuhandfonds für Syrien („Madad Fund“) zur Verfügung. „HOPES kann zum Wiederaufbau Syriens beitragen und die Akzeptanz der Flüchtlinge in den Ländern der Region erhöhen“, sagt ­Programmdirektor Carsten Walbiner vom DAAD.

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