UN-Programm mit Friedensnobelpreis

Seit 60 Jahren kämpft das UN-Welternährungsprogramm weltweit gegen den Hunger. Deutschland gehört zu den größten Unterstützern.

Immer im Einsatz: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WFP
Immer im Einsatz: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WFP © WFP/Esther Ouoba

Das 1961 gegründete World Food Programme (WFP) unterstützt Jahr für Jahr Millionen Menschen auf der ganzen Welt, im Jahr 2020 erhielt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen für sein unermüdliches Wirken den Friedensnobelpreis. Ein Überblick über Geschichte, Ziele und Deutschlands Rolle.

Von der Initiative Eisenhowers bis zum Friedensnobelpreis

Auf Initiative des damaligen US-Präsidenten Dwight Eisenhower wird das WFP 1961 gegründet, nach drei Jahren soll die Arbeit ausgewertet werden. Schon 1963 startet das erste Entwicklungsprogramm im Sudan, im selben Jahr wird das erste Schulmahlzeitenprogramm in Togo auf den Weg gebracht. Schließlich wird WFP 1965 als vollwertiges UN-Programm verankert.

Das Welternährungsprogramm leistet Nothilfe, legt aber auch längerfristige Entwicklungsprogramme auf. Im Oktober 2020 erhält das WFP den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen zur Bekämpfung des Hungers, zur Förderung des Friedens in Konfliktgebieten und zur Verhinderung des Einsatzes von Hunger als Waffe.

Zero Hunger im Jahr 2030

Im Jahr 2015 verabschiedet die Weltgemeinschaft 17 UN-Nachhaltigkeitsziele, oberste Priorität hat dabei für das WFP Punkt zwei: Zero Hunger. Doch im November 2021 erklärt die UN-Organisation, dass 45 Millionen Menschen weltweit von Hunger bedroht seien. „Zig Millionen Menschen blicken in den Abgrund. Konflikte, der Klimawandel und COVID-19 treiben die Zahl der akut Hungernden in die Höhe“, warnt WFP-Exekutivdirektor David Beasley.

Deutschlands Engagement

Deutschland zählt zu den wichtigsten Geberländern des WFP. Im Jahr 2020 fließt ein Rekordbeitrag von mehr als einer Milliarde Euro, damit ist die Bundesrepublik das zweitgrößte Geberland nach den USA. Das WFP arbeitet vor allem eng mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie dem Auswärtigen Amt zusammen, aber beispielsweise in Deutschland auch mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

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