Die Klimaretter der Vereinten Nationen

Das UNFCCC ist das größte UN-Sekretariat in Bonn. Seine Aufgabe ist nichts weniger, als den Klimawandel zu stoppen.

Patricia Espinosa, Exekutivsekretärin des UNFCCC
Patricia Espinosa, Exekutivsekretärin des UNFCCC UNFCCC

„Diese Stadt hat sich zur Klimaschutz-Hauptstadt der Welt entwickelt“, hat der heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier einmal über die deutsche UN-Stadt Bonn gesagt. Das liegt vor allem daran, dass Bonn seit 1996 Sitz des Klimasekretariats (UNFCCC/United Nations Framework Convention on Climate Change) der Vereinten Nationen ist.

„Ich glaube, es gibt keinen Weg, die Ziele der Klimapolitik zu erreichen, ohne Nachhaltigkeitsziele mit einzubeziehen. Umgekehrt ist es genauso. Wir wollen partnerschaftlich mit allen Akteuren in diesem Prozess zusammenarbeiten.“
Patricia Espinosa, Exekutivsekretärin des UNFCCC

Mahnende Kunst am Bau: Thermometer am Sitz des UNFCCC
Mahnende Kunst am Bau: Thermometer am Sitz des UNFCCC picture alliance

Mit rund 450 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ist das UNFCCC die größte UN-Organisation in Bonn. Das Klimasekretariat hat die Aufgabe, die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre auf die im Kyoto-Protokoll und beim Pariser Umweltgipfel festgelegten Werte zu begrenzen.

„Die Welt sieht sehr genau auf unsere Arbeit, auch während dieser Pandemie. Machen wir uns nichts vor, der Klimawandel macht keine Pause. Wir haben erdrückende Beweise für den Klimawandel. Er bleibt die größte Herausforderung dieser Generation, selbst jetzt, wo wir mit den Folgen der Pandemie kämpfen. Es sind Impfungen gegen Covid entwickelt worden, die uns im Kampf gegen die Pandemie helfen – leider gibt es keine Impfungen gegen den Klimawandel. Der UNFCCC hat die Verantwortung bekommen, die weltweiten Anstrengungen in dieser außerordentlichen Herausforderung zu lenken und zu unterstützen.“
Patricia Espinosa

Das Sekretariat unterstützt aber auch Staaten und Institutionen bei der Entwicklung von Techniken zum Schutz vor den Folgen des Klimawandels.

„Viel zu häufig haben besonders betroffene Menschen (…) die schlechtesten Möglichkeiten, angemessen auf den Klimawandel zu reagieren. (…) Wir müssen so viele Stimmen wie möglich an den Tisch bringen, um über den Klimawandel zu sprechen: Um das zu tun, was wir inklusiven Multilateralismus nennen.“
Patricia Espinosa

Seit 2016 ist die mexikanische Diplomatin Patricia Espinosa Cantellano Exekutivsekretärin des UNFCCC. Zuvor war sie unter anderem Mexikos Botschafterin in Deutschland und Außenministerin. Unter ihrer Leitung setzt sich die UNFCCC für stärkeren Klimaschutz in allen Teilen der Gesellschaft ein, unter anderem in Städten, Regionen, der Privatwirtschaft und dem Investmentgeschäft.

„Was wir möchten, ist immer nachrangig zu dem, was nötig ist. Und nötig ist die eine Sache, die sich nicht geändert hat: die Notwendigkeit konstanten und konsistenten Fortschritts und die Einhaltung und Erfüllung der Zusagen, die wir im Pariser Abkommen gemacht haben.“
Patricia Espinosa

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