Manufakturen in Deutschland

Produkte aus deutschen Manufakturen sind in der globalen Warenfertigung einzigartig.

dpa/Rolf Vennenbernd - Manufactories

„Made in Germany“ – das Gütesiegel steht weltweit für Qualitätsprodukte aus deutscher Produktion. Gegen den Trend globaler Massenfertigung werden auch Produkte aus deutschen Manufakturen im In- und Ausland immer erfolgreicher. Experten sprechen von einer „Renaissance der Manufakturen“. Historisch gesehen war die Manufaktur (lat.: manus „Hand“, lat. facere „erbauen, herstellen“) im 18. Jahrhundert der Prototyp der industriellen Warenproduktion, der Übergang vom klassischen Handwerk zur modernen Fabrik. Heute steht der Begriff Manufaktur für eine neue Form der Exklusivität, für handgefertigte und maßgeschneiderte Produkte von außergewöhnlich hoher Wertigkeit und Qualität.

Die Initiative Deutsche Manufakturen hat es sich zum Ziel gemacht, die Bedeutung der Manufakturen und ihren positiven Beitrag für das Image Deutschlands im Ausland bekannt zu machen. Sie möchte dabei die gesamte Bandbreite des deutschen Manufakturwesens aufzeigen, von der hoch spezialisierten Zwei-Mann-Manufaktur bis zu weltweit präsenten Manufakturen. Einige Beispiele:

Die Berliner Manufaktur Burmester produziert seit 1977 High-End-Audiosysteme und hat unter anderem den neuen Porsche Panamera mit einem High-End Surround Sound-System ausgestattet.

Unter den zukünftigen Projekten von Klais Orgelbau ist die Hamburger Elbphilharmonie, die mit einer Konzertorgel ausgestattet wird. In der 1882 gegründeten Orgelbauwerkstatt sind bereits die Instrumente des Kölner Doms und die beiden Konzertorgeln in der Petronas Philharmonic Hall in den  Twin Towers, Kuala Lumpur, entstanden. Die Olympia-Orgel im chinesischen Qingdao und die Groß-Orgel in Seoul stammen aus der Schwarzwälder Orgelbaumanufaktur Waldkircher Orgelbau.

Das Porzellan der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM), die im 18. Jahrhundert von Friedrich dem Großen erworben wurde, ist ein geschätztes Gastgeschenk für Politiker aus zahlreichen Ländern – von Michail Gorbatschow bis hin zu Barack Obama.

Auf die Schreibfedern von Peter Bock greift unter anderem der Schreibgerätehersteller Visconti zurück, dessen Stifte zur Unterzeichnung der Gipfelerklärung zwischen der NATO und Russland im Mai 2002 eingesetzt wurden.

Eines haben sie alle gemeinsam: Handarbeit, höchste Wertigkeit und Liebe zum Detail machen ihre Produkte zu etwas Besonderem. Eben „Handmade in Germany“.

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