Das Jahr der Bioökonomie

Eine nachhaltige Marktwirtschaft ohne Verwendung fossiler Brennstoffe strebt die deutsche Regierung an – das Wissenschaftsjahr 2020 soll auf dem Weg dahin helfen.

Vielfältiger nachwachsender Rohstoff: Mais wird geerntet.
Vielfältiger nachwachsender Rohstoff: Mais wird geerntet.

Bioökonomie ist ein Begriff für die Veränderung einer Wirtschaft, die auf fossilen Brennstoffen, vor allem Erdöl, aufbaut. Ersetzt werden soll diese überholte Ökonomie von einer ebenso wettbewerbsorientierten, aber nachhaltigen Wirtschaft, in der nachwachsende Rohstoffe das Erdöl ersetzen. Um dieses Ziel zu erreichen hat die Bundesregierung im Januar 2020 eine Nationale Bioökonomiestrategie verabschiedet.

Das Wissenschaftsjahr 2020 Bioökonomie des Bundesministeriums  für Bildung und Forschung (BMBF) soll Deutschland bei der Umsetzung dieser Politik voranbringen. Der Gedanke dahinter ist laut Ministerium: „Das Wissenschaftsjahr 2020/21 macht erlebbar, welche Lösungsansätze die Forschung auf diese Fragen schon heute bereithält. Viele neue Technologien und Verfahren können uns dabei helfen, Rohstoffe und Produkte in Zukunft anders zu erzeugen, zu verarbeiten und zu verbrauchen.“

 

Wissenschaftsjahre sind jedoch keine geschlossenen Veranstaltungen in Labors und Forschungseinrichtungen, vielmehr sind Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, den Wandel im Dialog mit Wissenschaft und Forschung und bei Diskussions- und Mitmachformaten aktiv mitzugestalten.

Wissenschaftsjahre veranstaltet das BMBF seit 2000 gemeinsam mit der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ und ihrer Vorsitzenden, der  Klimaforscherin und Meeresbiologin Antje Boetius. Ziel ist, den Austausch von Wissenschaft und Öffentlichkeit zu fördern sowie den Stand der Forschung zu den jeweiligen Themen vorzustellen. In der Bioökonomie geht es dabei oft um neue Technologien, wie etwa Bau- und Dämmstoffe aus Pflanzenfasern, Mikroorganismen, die Schadstoffe abbauen, Kerosinersatz aus Algen und Kunststoffe, die sich selbst zersetzen.

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