Medizin studieren, Menschen helfen

Ärztinnen und Ärzte sind angesichts der Corona-Pandemie besonders gefragt. Die wichtigsten Fakten zum Studium der Medizin in Deutschland.

Angehende Ärztin: anspruchsvolles Studium, viele Möglichkeiten
Angehende Ärztin: anspruchsvolles Studium, viele Möglichkeiten picture alliance / Zoonar

Wie läuft die Zulassung zum Medizinstudium in Deutschland?

Der Andrang ist groß: Etwa 45.000 Bewerberinnen und Bewerber gibt es jährlich für die rund 9.000 Medizin-Studienplätze in Deutschland. Die Note der Hochschulzugangsberechtigung spielt eine wesentliche Rolle: 30 Prozent der Studierenden werden nach ihrem Schulabschluss ausgewählt. 60 Prozent der Studierenden wählen die Hochschulen selbst aus: mit einem studienfachspezifischen Eignungstest, der mindestens zwei schulnotenunabhängige Kriterien berücksichtigt, etwa eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine anerkannte Berufstätigkeit. Eine „Zusätzliche Eignungsquote“ greift für die restlichen 10 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber: Dafür werden ebenfalls praktische Erfahrungen, zum Beispiel in der Krankenpflege oder der Laborarbeit berücksichtigt, auch Auswahlgespräche oder Preise in naturwissenschaftlichen Wettbewerben können eine Rolle spielen.

Wo kann man in Deutschland Medizin studieren?

Deutschlandweit bieten rund 40 Hochschulen den Studiengang Humanmedizin an, auch an der weltberühmten Universitätsklinik Charité in Berlin, wo Freie Universität und Humboldt-Universität Berlin zusammenarbeiten. Besondere Möglichkeiten bietet das Programm MeCuM International der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München den Studierenden: Sie können neben dem klassischen Auslandssemester zusätzlich klinisch-praktische Studienabschnitte an über 60 Partneruniversitäten weltweit absolvieren. Herausragend ist auch der Studiengang an Deutschlands ältester Universität Heidelberg: Im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung zählt er in jeder Bewertungskategorie zur Spitzengruppe.

Uniklinik Heidelberg: traditionsreich und zukunftsfit
Uniklinik Heidelberg: traditionsreich und zukunftsfit picture alliance/dpa

Wie läuft das Medizinstudium in Deutschland ab?

Der Praxisbezug nimmt stetig zu: Auf ein viersemestriges Grundstudium folgt ein sechssemestriges Hauptstudium, bevor im Praktischen Jahr in Chirurgie, Innerer Medizin und einem Wahlbereich Kenntnisse des Arztberufs im Klinikalltag vertieft werden. Auf die abschließende mündliche und praktische Ärztliche Prüfung folgt die Zulassung zum Beruf, die sogenannte Approbation.

Ausführliche Informationen zum Medizinstudium für internationale Studierende bietet auch die Website des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) study-in-germany.de.

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