Probleme digital lösen

Transparenz und Bürgerbeteiligung – dafür engagiert sich die Open Knowledge Foundation. Drei Fragen und Antworten zur Initiative.

Gemeinsam für offenes Wissen: die Open Knowledge Foundation
Gemeinsam für offenes Wissen: die Open Knowledge Foundation Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.

„Offenes Wissen“ ist ein Schlagwort der digitalen Gesellschaft. Was ist damit gemeint?

Unter „offenem Wissen“ versteht man Informationen oder Daten aus verschiedenen Bereichen, die öffentlich verfügbar sind und uneingeschränkt genutzt, verwertet und geteilt werden dürfen. Mit Blick auf den Datenschutz ist es wichtig, dass die Angaben nicht personenbezogen sind.

Welchen Nutzen hat offenes Wissen?

Offenes Wissen hat viele Vorteile – der entscheidende: Demokratie lebt davon, dass Bürgerinnen und Bürger staatliches Handeln beurteilen und sich politisch engagieren können. Das ist schwierig, wenn bestimmte Informationen nicht öffentlich verfügbar oder nur mühsam zu erlangen sind. Offenes Wissen ermöglicht demokratische Teilhabe.

Was macht die Open Knowledge Foundation (OKF)?

Die Open Knowledge Foundation Deutschland ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für Transparenz und Bürgerbeteiligung einsetzt. Das Team ist international vernetzt und besteht aus Aktivistinnen und Aktivisten sowie Fachleuten aus Wissenschaft, IT und Politik. Sie werden unterstützt von einer ehrenamtlichen Community. Das Engagement der OKF ist vielfältig. „Wir entwickeln beispielsweise digitale Plattformen, mit denen wir zeigen, wie man bestimmte gesellschaftliche Probleme lösen kann“, erklärt Geschäftsführerin Henriette Litta. Eines dieser Projekte ist das Internetportal FragDenStaat, das Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützt, Anfragen an Politik und Verwaltung zu stellen, und die Antworten veröffentlicht.

Mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) betreut die OKF den Prototype Fund, ein Förderinstrument für Civic Tech – technische Lösungen, die die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen –, Datenkompetenz (Data Literacy) und IT-Sicherheit. „Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist es, Kinder und Jugendliche so auszubilden, dass sie digitale Technologien verstehen und souverän nutzen können“, sagt Litta.

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