Top-Unis, Hochschultypen und Kosten im Überblick
Deutschland ist international bekannt für seine hervorragenden Hochschulen. Hier findest du alles, was du zum Thema wissen musst.
Deutschland ist das beliebteste nicht englischsprachige Gastland für internationale Studierende. Etwa 14 Prozent der rund drei Millionen Studierenden kommen aus dem Ausland. Deutsche Universitäten, oft kurz „Unis“ genannt, sind beliebt wegen ihrer Forschungsstärke, hervorragenden Lehre und engen Verbindungen mit der Wirtschaft. Das ermöglicht wertvolle Praxiserfahrungen und hilft dabei, schnell einen guten Job zu finden.
Welche deutschen Universitäten sind am besten bewertet?
Im jährlichen internationalen Ranking von Times Higher Education (THE) schneiden die Technische Universität (TU) München (Platz 25), die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München (Platz 41), die Universität Heidelberg (Platz 45), die Universität Bonn (Platz 89), die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen (Platz 90) und die Humboldt-Universität (HU) zu Berlin (Platz 91) aktuell am besten ab. Sie werden alle im Rahmen der Exzellenzstrategie, also im Bereich der Spitzenforschung, gefördert. Ab 2027 werden insgesamt 15 Exzellenzuniversitäten und -verbünde mit jeweils bis zu 28 Millionen Euro jährlich gefördert. Neu hinzu kommen die Unis Freiburg, Jena und Köln sowie zwei Hochschulverbünde.
Welche Arten von Universitäten gibt es in Deutschland?
In Deutschland gibt es 421 Hochschulen, die sich auf verschiedene Typen verteilen: Es gibt Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen (HAW, FH), Kunst- und Musikhochschulen sowie Berufsakademien. Als Hochschulen zählen Universitäten und HAW.
Universitäten legen großen Wert auf Forschung, HAW bilden stärker anwendungsorientiert aus, etwa im Ingenieurwesen oder Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Kunst- und Musikhochschulen bieten Fächer wie Musik, Architektur, Kunst und Design an. Berufsakademien stehen für ein duales Studium, das zum Teil in Unternehmen stattfindet – solche Studiengänge bieten aber auch viele Universitäten und HAW an.
Wie viel kostet es, in Deutschland zu studieren?
Etwa 60 Prozent der Hochschulen in Deutschland werden vom Staat finanziert. In diesen auch „öffentlich“ genannten Hochschulen fallen keine Studiengebühren an. Nur in Baden-Württemberg müssen internationale Studierende aus Nicht-EU-Ländern 1.500 Euro pro Semester bezahlen. Etwa 30 Prozent der Hochschulen, die meisten davon HAW, sind staatlich anerkannt, werden aber privat betrieben. Dort können auch hohe Studiengebühren anfallen. Für die Lebenshaltungskosten sollten Studierende mit einem Betrag zwischen 800 und 1.200 Euro im Monat rechnen.