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Merz: Verantwortung für Ende des Krieges beim Iran

Der Kanzler sieht vorerst keine Anzeichen für eine rasche Einstellung der gegenseitigen Angriffe in Nahost. Er betont aber, welche Seite dafür am Zuge sei.

10.03.2026
Bundeskanzler Friedrich Merz
Bundeskanzler Friedrich Merz bei einer Pressekonferenz. © picture alliance / Geisler-Fotopress | Bernd Elmenthaler/Geisler-Fotopr

Berlin (dpa) - Bundeskanzler Friedrich Merz sieht die Verantwortung für ein Ende des Iran-Krieges bei der Führung in Teheran. „Je schneller das Mullah- Regime aufhört, je schneller ist dieser Krieg beendet“, sagte er in Berlin. „Es liegt allein bei diesem Regime und den sogenannten Revolutionsgarden, die Kampfhandlungen einzustellen.“ Solange das nicht der Fall sei, gehe er davon aus, dass Israel und Amerika „ihre Verteidigung“ gegen den Iran fortsetzten, denn dessen Bedrohung reiche weit über das Land und die Region hinaus.

Merz sagte, er habe über das Wochenende mit Staats- und Regierungschefs aus der Region gesprochen. „Allerdings ist im Augenblick nicht absehbar, wann das Mullah-Regime bereit ist, die Kampfhandlungen gegen die Nachbarschaft einzustellen.“ Die Bedrohung Israels und der Golfstaaten halte an und werde täglich durch Angriffe auf zivile Gebäude und Militäreinrichtungen gezeigt.

Der Kanzler betonte: „Der Iran ist das Zentrum des internationalen Terrorismus, und dieses Zentrum muss geschlossen werden. Und die Amerikaner und die Israelis tun das auf ihre Weise.“