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Deutschland verstärkt humanitäre Hilfe in Nahost

Die Bundesregierung stellt weitere knapp 100 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für den Nahen Osten bereit.  

07.03.2026
Geflüchtete aus Südlibanon und Beiruts südlichen Vororten suchen in Beirut Zuflucht.
Geflüchtete aus Südlibanon und Beiruts südlichen Vororten suchen in Beirut Zuflucht. © picture alliance / SIPA | Charles Cuau

Berlin/München (dpa) - Die Folgen des anhaltenden Krieges in Iran sind nach Einschätzung von Bundesaußenminister Johann Wadephul in Teilen „dramatisch“. Zugleich warnte Wadephul angesichts der regionalen Auswirkungen vor einer neuen Fluchtbewegung Richtung Europa. Bei einem Treffen mit seinem niederländischen Amtskollegen Tom Berendsen in Berlin mahnte Wadephul, man müsse darauf achten, „dass aus vielen Binnenvertriebenen nicht eine neue Fluchtwelle entsteht“. Wadephul kündigte an, die Bundesregierung werde zur Abmilderung der humanitären Krise zusätzliche fast 100 Millionen Euro bereitstellen. Deutschland wolle in der gesamten Region Hilfe vor Ort leisten.  

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz warnte vor unkontrollierbaren Folgen eines langen Krieges in Iran. Ein dauerhafter Konflikt oder ein möglicher Zusammenbruch staatlicher Strukturen könnte weitreichende Folgen für Europa haben, unter anderem auch für die Sicherheit, für die Energieversorgung und für die Migration. Deutschland arbeite gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien und Partnern in der Golfregion an einer Perspektive zur Beendigung der Kämpfe – Leitbild müsse eine regionale Friedensordnung sein, die die Existenz und Sicherheit aller Staaten einschließlich Israels und der Golfstaaten gewährleiste.