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Die Digitalisierung verändert den deutschen Buchmarkt. Fünf Trends, die ihr kennen solltet.

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Weniger Käufer geben mehr aus

Um 6,4 Millionen ist die Zahl der Käufer auf dem deutschen Publikumsbuchmarkt (ohne Schulbücher, ohne Fachbücher) zwischen 2013 und 2017 gesunken. Aber immerhin kauften 2017 noch 29,6 Millionen Leserinnen und Leser über zehn Jahren mindestens ein Buch pro Jahr. Erfreulich: Wer  Bücher kauft, ist auch bereit, mehr Geld dafür auszugeben: 137,40 Euro im Schnitt 2017. 2013 waren es noch 116,70 Euro pro Konsument und Jahr.

Der Handel geht online

Der Sortimentsbuchhandel, also die Ladengeschäfte, haben im vergangenen Jahr weiter an Umsatz verloren. Mit 4,3 Milliarden Euro Umsatz erwirtschafteten die Sortimenter nur noch 47,1 Prozent des Gesamtmarktes. 2014 waren es noch 4,5 Milliarden Euro. Der Internetbuchhandel legte im gleichen Zeitraum von 1,51 auf 1,72 Milliarden Euro Umsatz zu und liegt damit bei 18,8 Prozent des Gesamtmarkts.

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Auf über drei Stunden stieg 2017 die Verweildauer im Internet bei den zwischen 30 und 49 Jahren alten Menschen in Deutschland. Der stärkste Rückgang bei den Buchkäufern ist genau in dieser Altersgruppe zu beobachten: Minus 37 Prozent zwischen 2013 und 2017 bei den 40- und 49-Jährigen.

E-Books machen sich Konkurrenz 

29,1 Millionen E-Books wurden im Jahr 2017 verkauft – eine Million mehr als im Vorjahr. Doch der Umsatz von E-Books am Publikumsmarkt sank leicht um 1,4 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass Verlage, aber auch die Self-Publisher, sich Konkurrenz machen und die Preise dadurch rapide sinken: Der durchschnittlich bezahlte Preis ging 2017 auf 6,38 Euro zurück.

Zwei Bestseller dominieren den Markt

Maja Lundes „Die Geschichte der Bienen“ ist das meistverkaufte belletristische Buch des Jahres 2017.  350.000 mal ging es über den Ladentisch. Mit 500.000 verkauften Exemplaren (seit Oktober 2016) ist Eckart von Hirschhausens „Wunder wirken Wunder“ die Sachbuch-Nummer eins des Jahres 2017.

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