Entdecke DE: Die Maare

Mit der Serie „Entdecke DE“ geht es auf eine Reise quer durch Deutschland: diesmal in die einzigartige Naturlandschaft Vulkaneifel.

dpa/Franz-Peter Tschauner - Dauner Maare

Still ruht der See. Tiefblaues Wasser, umgeben von sattgrünen Wäldern. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten brodelt es: Kohlenstoffdioxid, Schwefelwasserstoff und Helium sorgen für ein Blubbern an der Wasseroberfläche. „Mofette“ nennt man diese für Maare typischen natürlichen Whirlpools. Die Maare mit ihren meist trichterförmigen Mulden sind vulkanischen Ursprungs, sie entstanden durch Wasserdampfexplosionen beim Zusammentreffen von Grundwasser und heißem Magma. Über Jahrtausende hinweg entwickelte sich dadurch in der Eifel eine einzigartige Naturlandschaft mit Kratern, Quellen und Wäldern.

Zum Baden, Wandern, Radfahren

„Die blauen Augen der Eifel“ nannte die Schriftstellerin Clara Viebig die unergründlichen Wasser. Heute sind die Maare beliebte Ausflugsziele. Die Orte Daun und Manderscheid, wo sich mit dem vor rund 44 Millionen Jahren entstandenen Eckfelder Maar eines der ältesten bekannten Maare befindet, bilden das Zentrum dieser Landschaft. Insgesamt gibt es dort 75 Maare, doch nur zehn sind noch mit Wasser gefüllt. Vier davon eignen sich bestens fürs Badevergnügen, etwa das Pulvermaar bei Gillenfeld.

Ausflügler können die Eifelmaare bei einer Wanderung oder mit dem Rad erkunden, zum Beispiel bei einer Fünf-Krater-Tour. Sie führt vorbei am Gemündener Maar, am Weinfelder Maar, am Schalkenmehrener Maar, am Windsborn-Krater und am Meerfelder Maar, dem mit einem Durchmesser von rund 1,7 Kilometern und einer Tiefe von 400 Metern größten Vulkansee der Region.

Neben der umfassenden Naturlandschaft in der Eifel gibt es einige weitere Maare in Deutschland. Berühmt für ihre Fossilien und von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt ist die Grube Messel in Hessen. Auch sie ging aus einem Maarsee hervor. Auf der Schwäbischen Alb hat der Vulkanismus ebenfalls Spuren hinterlassen: Das Randecker Maar etwa hat einen Durchmesser von 1,2 Kilometern. Auch hier fand man Fossilien einer subtropischen Seenlandschaft.

www.eifel.info

www.grube-messel.de

www.schwaebischealb.de

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