Sie bewegen Deutschland – und die Welt
NBA, Nationalelf, soziale Medien: Diese deutschen Stars setzen international neue Maßstäbe – und Millionen Fans sehen zu.
Die Wagner-Brüder – Zwei Berliner im NBA-Paralleluniversum
Manchmal beginnt eine Weltkarriere auf einem kleinen Basketballplatz im Prenzlauer Berg in Berlin. Moritz Wagner galt in der Basketballszene früh als „interessant“. Er war groß, beweglich und mutig. Und dann war da auch noch sein jüngerer Bruder, Franz. Heute spielen beide für Orlando Magic – im selben NBA-Team, auf der größten Basketballbühne der Welt.
Mit der deutschen Nationalmannschaft wurden die beiden Brüder 2023 gemeinsam Weltmeister und 2025 Europameister. In der NBA erhielt Franz einen der höchstdotierten Verträge, die ein deutscher Spieler jemals bekommen hat. Moritz ist wichtiger Rotationsspieler und Energizer. Millionen verfolgen ihre Spiele und ihr Leben abseits des Courts auf Social Media. Zusammen mit Nationalmannschaftskollegen wie Dennis Schröder stehen sie für ein neues deutsches Basketball: international, selbstbewusst, konkurrenzfähig.
Pamela Reif – Fitness made in Germany, gefeiert in China
Während andere Sportler Stadien füllen, tritt sie in Wohnzimmern weltweit auf: Pamela Reif hat 20-Minuten-Workouts zu einem globalen Trainingsritual gemacht. Mehr als neun Millionen Menschen folgen ihr auf Instagram und Youtube, auf chinesischen Plattformen wie Bilibili oder Xiaohongshu werden ihre Videos millionenfach aufgerufen. Ihre Community dort nennt sich 帕梅拉女孩 („Mädels von Pamela“).
Während des Corona-Lockdowns schoss ihre Reichweite in die Höhe. Fans luden Pamela Reifs Videos hoch und teilten ihre eigenen Trainingserfolge. So wurde die Fitness-Influencerin zur festen Größe im digitalen Fitnessmarkt. Kooperationen mit großen Marken folgten, ihre Ernährungsprodukte werden international vertrieben. Reif zeigt, wie Sport, Social Media und Unternehmertum ineinandergreifen.
Wie der FC Bayern München sich zur Weltspitze hocharbeitete und wie er sein 125-jähriges Jubiläum feiert.
Mehr erfahrenJamal Musiala – Der leise Aufbruch
Wenn er ins Dribbling geht, hält das Stadionpublikum den Atem an. Ein Haken, eine Finte, ein kurzer Antritt – und plötzlich öffnet sich das Spiel. Jamal Musialas Spielweise ist kreativ und risikofreudig. Lange Zeit verband man genau das nicht mit dem deutschen Fußball, der eher für Effizienz und Struktur stand.
Geboren in Stuttgart, ausgebildet in London, entschied sich der 23-jährige Deutsch-Brite am Ende dann doch für Deutschland. Beim FC Bayern ist er längst Fixpunkt, in der Nationalmannschaft steht er für Neuanfang und Generationenwechsel. Er ist kein Lautsprecher, kein Skandalprofi, sondern wurde mit Leichtigkeit, Disziplin und Bodenständigkeit ein Vorbild für eine neue Generation von Sportlerinnen und Sportlern.