G20_Global-City

Hamburg – weltoffene Gastgeberin des Gipfels

Kosmopolitisch, der Zukunft zugewandt, immer in Bewegung: Die Welt trifft sich zum G20-Gipfel in Hamburg.
von Janet Schayan

Alles fließt in Hamburg. Weil die Stadt lebt und sich verändert, weil sie sich offen zeigt für Neues und Internationalität hier Alltag ist. Und natürlich weil hier alle Wege zum Wasser führen – oder über eine von 2500 Brücken. Die Segelboote auf der Außenalster, die Tanker und die Kreuzfahrtschiffe auf der Elbe, das Wasser und Hamburg gehören zusammen. Wer die Stadt spüren will, geht zum Hafen. Hier zaust der Wind die Haare, hängen die Wolken tief über der Elbe, die breit Richtung Nordsee strömt. Hier ahnt man das Meer, fühlt die Weite, die Welt, mit der die stolze Kaufmannsstadt seit je so eng verbunden ist.

Rechts geht der Blick zu den Landungsbrücken von St. Pauli. Von dort ist es nicht weit zur Reeperbahn, einst verruchtes Viertel, heute Kultstadtteil mit Musicalhäusern, schrägen Vögeln und mehr Touristen als Matrosen. Auf der anderen Seite des Elb­ufers recken Kranriesen die Hälse in endloser Reihe in den Himmel. Nicht zu übersehende Zeugen Hamburger Geschäftstüchtigkeit. Und links, ja, links glitzert die Sonne auf einer etwas unwirklich scheinenden gigantischen Schaumkrone aus Glas, Stahl und Beton. Sie schwingt sich blauweiß und kühn über einem alten Backsteinspeicher nach oben: die Elbphilharmonie.

Das Anfang 2017 eröffnete Konzerthaus mit bester Akustik ist so spektakulär, dass es kaum zum Klischee von den zurückhaltenden Hanseaten passt. Doch die hatten ihre „Elphi“ schnell adoptiert und die um Jahre verzögerte Fertigstellung und die Baukosten verdrängt. Jeden Gast zieht es zur Elbphilharmonie, Hamburgs neuem Wahrzeichen. Wer sie von innen sehen will, muss Schlange stehen. Der schönste Weg zu ihr führt durch die als Weltkulturerbe geschützte Speicherstadt. Das Backsteinensemble mit seinen spitzen Giebeln war einmal größter Lagerhauskomplex der Welt. Heute arbeiten hier Teppichhändler und Kreative Tür an Tür. Das Morgen liegt nur ein paar Schritte weiter, in der HafenCity mit ihren Glasfassaden. Die Bauarbeiten in dem neuen Stadtteil sollen 2030 enden. Kann sein. Aber auch danach wird Deutschlands zweitgrößte Stadt weiter in Bewegung bleiben. //

von Janet Schayan

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