25 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag

Mit einem Jubiläumsjahr feiern Deutschland und Polen die Unterzeichnung des Nachbarschaftsvertrages.

dpa/Stefan Sauer - German-Polish Treaty of Good Neighbourship

Der Zufall hätte es kaum besser meinen können:  Einen Tag vor dem 25. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit spielt Deutschland bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich gegen Polen.  Manche Auslandsvertretungen von Deutschland und Polen verfolgen das Spiel am 16. Juni  gemeinsam. Aber nicht nur dieser Tag, sondern das ganze Jahr 2016 steht im Zeichen der deutsch-polnischen Freundschaft. Die Jubiläumswebsite www.25pl.de verzeichnet eine Vielzahl von Veranstaltungen – von zwischenstaatlichen Formaten bis hin zu Projekten auf gesellschaftlicher und kultureller Ebene. „Die gemeinsamen deutsch-polnischen Institutionen, die der Nachbarschaftsvertrag ins Leben gerufen hat oder die in dessen Folge entstanden sind, wie das Jugendwerk, die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit oder die Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit, haben über die Jahre in tiefes, gegenseitiges Vertrauen geschaffen“, schreibt Joachim Bleicker, der Beauftragte für die Beziehungen zu den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union im Auswärtigen Amt in seinem Grußwort.

„Alles andere als eine Selbstverständlichkeit“

Nie zuvor waren Deutschland und Polen politisch, gesellschaftlich und zwischen menschlich so eng miteinander verbunden. „Wir haben in den letzten 25 Jahren Energie und Herzblut in die deutsch-polnischen Beziehungen gesteckt“, sagt Außenminister Frank-Walter Steinmeier. „Das Vertrauen und die Freundschaft, die sich in diesen Jahren entwickelt haben, sind alles andere als eine Selbstverständlichkeit.“ In regelmäßigen Abständen finden deutsch-polnische Regierungskonsultationen statt. Seit über 20 Jahren ist Deutschland Polens wichtigster Wirtschaftspartner. Und nirgendwo in der Welt lernen so viel Menschen Deutsch als Fremdsprache wie in Polen. Eine besondere Geste im Rahmen des Jubiläumsjahres ist daher das Projekt  „Seitenwechsel“. Im Juni wechseln Katarzyna Wielga-Skolimowska, Direktorin des Polnischen Instituts Berlin und Georg Blochmann, Leiter des Goethe-Instituts Warschau, für eine Woche Schreibtisch und Ämter. Im Gepäck – im ganz wörtlichen und materiellen Sinne – die Kultur des Gastlandes.

25. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit am 17. Juni 2016

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