Die Bürgerinitiative Pulse of Europe

Die Bürgerinitiative Pulse of Europe hat sich dem Kampf für die europäische Gemeinschaft verschrieben. In rund 20 Städten gehen die Menschen bereits auf die Straße. Und es werden immer mehr.

Tim Wegner - Pulse of Europe

Deutschland. Ihre fröhlichen blau-gelb geschminkten Gesichter tauchen seit Anfang 2017 immer wieder sonntags auf deutschen Straßen auf: Es sind die Anhänger von Pulse of Europe, die sich den europäischen Gedanken auf die Fahne geschrieben und nicht selten auch das Sternenbanner ins Gesicht gemalt haben. Sie protestieren gegen nationalistische Alleingänge in der europäischen Gemeinschaft, kritisieren das Brexitvotum und die Politik der rechtspopulistischen Parteien in Europa.

Nicht warten

Das Herz Europas wurde von solchen politischen Radikalisierungen zwar geschwächt. Aber Pulse of Europe möchte nicht warten, bis vom Herzschlag nur noch eine Nulllinie übrig ist. Deshalb fordert die Initiative eine sofortige Reanimation der europäischen Idee. „Am 23. April 2017 findet die Präsidentenwahl in Frankreich statt, und im Herbst 2017 ist Bundestagswahl. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass es auch danach noch ein vereintes, demokratisches Europa gibt“, so die Initiatoren auf ihrer Website.

Großer Zulauf

Und sie können sich über großen Zulauf freuen. In Frankfurt am Main, wo die Bewegung im Januar 2017 von Rechtsanwalt Daniel Röder gegründet wurde, begannen die Demonstrationen mit 200 Teilnehmern. Im März 2017 demonstrierten hier schon mehr als 1.500 Europäer regelmäßig. Sie treffen sich sonntags um 14 Uhr, um für europäische Werte wie Achtung der Menschwürde, Rechtsstaatlichkeit, freiheitliches Denken und Handeln, Toleranz und Respekte einzustehen. Anhänger machen auch mobil in Hamburg, Berlin, Stuttgart, Celle, Passau, Halle, Erfurt, aber auch in europäischen Hauptstädten wie Paris, Brüssel und Amsterdam. Pulse of Europe steht auch schon mit Städten in Österreich, Portugal und Großbritannien in Kontakt.

„Ode an die Freude“

Die pro-europäische Bewegung vereint Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und von unterschiedlichster Herkunft, überparteilich, überkonfessionell. Ihre Zusammenkünfte enden schon mal mit dem Singen der Europa-Hymne „Ode an die Freude“ in mehreren Sprachen.

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