Erinnerung und Mahnung

Deutschland erinnert am 11. März mit einem Nationalen Gedenktag an die Opfer von Terrorismus.

Gedenken an die Opfer des Anschlags am Berliner Breitscheidplatz
Gedenken an die Opfer des Anschlags am Berliner Breitscheidplatz picture alliance/dpa

Auch Deutschland haben in den vergangenen Jahren terroristische Taten erschüttert: das islamistische Attentat am Berliner Breitscheidplatz oder die rechtsterroristischen Anschläge in Halle und Hanau. An die Opfer von Terrorismus erinnert von diesem Jahr an in Deutschland am 11. März ein Nationaler Gedenktag. „Wir wollen, dass die Opfer nie vergessen werden“, erklärt Bundesinnenministerin Nancy Faeser.

Europäischer Gedenktag seit 2005

Die Bundesregierung beschloss im Februar 2022, einen Nationalen Gedenktag einzuführen. „Dieser Tag wird ein Tag der Erinnerung, des Mitgefühls, aber auch der Mahnung sein, mit aller Entschlossenheit gegen terroristische Bedrohungen vorzugehen“, betonte Innenministerin Faeser. Bereits seit 2005 gedenkt die Europäische Union am 11. März jährlich der Opfer terroristischer Gräueltaten weltweit. Trauriger Anlass für die Einführung dieses Gedenktags waren die Bombenanschläge in Madrid vom 11. März 2004.

Erinnerung an Anschläge in Deutschland

Erinnerung an die Opfer von Hanau
Erinnerung an die Opfer von Hanau picture alliance/dpa

Kurz vor Weihnachten 2016 erlebte Deutschland einen islamistischen Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Der Attentäter fuhr mit einem entführten Lastwagen in die Menschenmenge auf dem Breitscheidplatz. 13 Menschen starben, Dutzende wurden verletzt. Der Täter flüchtete nach Italien, wo er von der Polizei erschossen wurde.

In Halle in Sachsen-Anhalt versuchte im Oktober 2019 ein antisemitischer Attentäter am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur schwer bewaffnet in die voll besetzte Synagoge der Jüdischen Gemeinde einzudringen. Als ihm dies nicht gelang, tötete er auf der Straße eine Frau und einen Mann. Auf seiner Flucht verletzte er mehrere Menschen schwer, der Attentäter wurde 2020 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Im Februar 2020 erschoss ein Mann in der hessischen Stadt Hanau aus rassistischen Motiven neun Menschen. Danach tötete der psychisch kranke Rechtsextremist seine Mutter und nahm sich selbst das Leben.

Unterstützung für Betroffene

„Wir denken auch an die Menschen, die verletzt und traumatisiert wurden“, erklärte Bundesinnenministerin Faeser. „Die Anschläge haben das Leben vieler Menschen dramatisch verändert. Viele kämpfen sich mit großer Kraft zurück ins Leben. Wir dürfen sie dabei nicht alleinlassen. Wir wollen die Betroffenen und ihre Familien mit mehr Empathie und Sensibilität unterstützen – in allen staatlichen Stellen.“

Der Gedenktag soll aber auch mahnen, weiter entschieden gegen Extremismus und Terrorismus in Deutschland vorzugehen. Die Bundesregierung zählt diesen Kampf zu ihren Hauptaufgaben.

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