Sie kämpfen für die Demokratie

Diese Frauen und Männer engagieren sich mutig und kreativ für die Demokratie.

Streiter für Demokratie
Illustrations Julian Rentzsch

Anabel Hernández

Journalistin

Anabel Hernández
DW/V. Tellmann

Die bekannte Investigativjournalistin aus Mexiko gehört zu den mutigen Frauen und Männern in vielen Ländern, die mit der Kraft des Wortes Missstände aufdecken und sich für die Demokratie einsetzen – und dabei häufig ihre eigene Sicherheit riskieren. Anabel Hernández wurde vielfach mit Preisen für ihre Reportagen gegen Korruption und Menschenrechtsverletzungen ausgezeichnet, mittlerweile lebt sie in Europa. Auch aus ­Sicherheitsgründen. Trotzdem sagt sie: „Es ist mein Job. Ich bin überzeugt: Wenn ich etwas Licht ins Dunkel bringe, ist das wichtiger als meine Sicherheit.“ Für ihren journalistischen Einsatz erhielt die Mutige beim Global Media Forum der Deutschen Welle in Bonn den DW Freedom of Speech Award 2019.

Leila Younes El-Amaire

Poetry Slammerin

Leila Younes El-Amaire
DW/Bianca Schröder

„Jung, muslimisch, aktiv“, kurz Juma nennt sich der Verband, den die 28 Jahre alte Berlinerin mit begründete. Das Ziel: jungen muslimischen Menschen eine Stimme zu geben. Das will auch der Verein „i,Slam“, in dem die in Deutschland geborene Tochter einer Syrerin und eines Palästinensers seit 2011 als Poetry Slammerin vormacht, wie man sich kreativ und poetisch Gehör verschafft mit gesellschaftlichen und politischen Themen. Die Juristin trägt Kopftuch und vesteht sich als Feministin – und sie sagt, was sie denkt. Für viele junge Frauen und Männer ist sie ein Vorbild. Für dieses Engagement und weil sie demokratische Werte lebt und weitergibt, wurde sie vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz gegen Extremismus und Gewalt“ zur Botschafterin für „Demokratie und Toleranz“ ernannt.

Harald Siebler

Regisseur

Harald Siebler
picture alliance/Geisler-Fotopress

Im deutschen Grundgesetz stehen die 19 Grundrechte. Was sie für die ­Demokratie bedeuten und wie man „etwas scheinbar Abstraktes, das die Basis unseres Zusammenlebens in der Demokratie ist, emotional erlebbar und fühlbar“ macht, damit hat sich der 59 Jahre alte Schauspieler, Autor und Filmemacher über Jahre intensiv auseinandergesetzt. Sein Ergebnis bündelte er in einer „Anstiftung zur Demokratie“ mit dem Titel „GG 19 – Deutschland in 19 Artikeln“, ein ebenso überzeugender wie unterhaltsamer Episodenfilm mit Beiträgen von 25 Drehbuchautoren, 19 Regisseuren und mit dem Who-is-Who der deutschen Schauspielriege.

Sebastian Krumbiegel

Sänger

Sebastian Krumbiegel
picture alliance/Geisler-Fotopress

„Die Demokratie ist weiblich“, das ist nicht nur ein grammatikalischer Fakt der deutschen Sprache. So heißt auch die neue Ode des 53 Jahre alten Sängers der Band „Die Prinzen“ an Huma­nität, Freiheit, Solidarität. Vorgetragen wird sie in dem Video zu seinem Song von 68 Prominenten aus der Kultur – unter ihnen die Intendantin des Berliner Maxim-Gorki-Theaters Shermin Langhoff, der Musiker Udo Lindenberg, die Schauspielerin und Sängerin Anna Loos, die Schriftstellerin Sibylle Berg und die Dragqueen Olivia Jones. Die Botschaft seines Liedes, so der gebürtige Leipziger: „Die Demokratie ist kein Selbstläufer. Wir müssen sie täglich pflegen und uns um sie kümmern!“ Auch damit, ihr in aller Öffentlichkeit ein Loblied zu singen.

Juli Zeh

Schriftstellerin

Julia Zeh
Wikimedia Commons/rawpic@protonmail.com

Ihr Idealbild des demokratischen Bürgers ist „eines von Menschen, die sich selber überlegen, was sie eigentlich gerne hätten und was sie verbesserungswürdig finden im Land, und die dann das Schwert selbst in die Hand nehmen!“ Im übertragenen Sinn. So wie die 45 Jahre alte Bestsellerautorin und Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, zweifache Mutter, passionierte Reiterin und engagiert-streitbare Demokratin. So legte Juli Zeh Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen den biometrischen Reisepass ein und sie gehört zu den Initiatoren der Charta der digitalen Grundrechte der Europäischen Union. Im vergangenen Jahr wurde sie für ihr „Engagement für bürgerliche Freiheitsrechte im digitalen Zeitalter“ mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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