„Sichere und legale Wege schaffen“

Die Migrationspolitik der Zukunft war Thema beim Treffen des Global Forum on Migration and Development (GFMD) in Berlin.

dpa - Global Forum on Migration and Development

Filippo Grandi

Beim Global Forum on Migration and Development in Berlin hat der Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (VN) Filippo Grandi einen besseren Schutz von Migranten und Flüchtlingen und ihrer Rechte gefordert. Er rief die Verantwortlichen auf, mehr legale Einreisemöglichkeiten zu schaffen. Grandi sprach vor Vertretern von Regierungen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Seit zehn Jahren ist das GFMD eine informelle Plattform für den Austausch zu Migration und Entwicklung. 2017/2018 hat Deutschland – gemeinsam mit Marokko – den Vorsitz und lud Ende Juni 2017 zu dem Treffen im Auswärtigen Amt ein.

Dort betonten weitere VN-Vertreter die Bedeutung sicherer, geordneter und regulärer Migration. „Wenn wir dabei versagen, können wir das immense Potenzial von Zuwanderern kaum nutzen“, so Louise Arbour, Sonderbeauftragte des Generalsekretärs für internationale Migration. Flucht und Migration werde es auch weiterhin geben, betonte William Lacy Swing, Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Die Staatengemeinschaft müsse verhindern, dass Menschen dabei ihr Leben riskieren oder ausgebeutet werden.

Mehr Wissen über Rückkehrer

Die Ergebnisse des zehnten GFMD-Gipfels fließen ein in den Prozess, der letztlich zu einer globalen Vereinbarung für sichere und legale Migration führen soll. Unter anderem hielten die Teilnehmer fest, dass die Agenda 2030 der Vereinten Nationen – die eng mit Fragen der Migration verknüpft ist – in den einzelnen Ländern von allen Interessensgruppen gemeinsam umgesetzt werden muss. Zudem will man mehr über die Profile und Bedürfnisse von Migranten erfahren, die in ihre Heimat zurückkehren – hierzu sei eine bessere Datenerhebung nötig. Darüber hinaus soll die Öffentlichkeit umfassender über die komplexen Herausforderungen des Umgangs mit Zuwanderung informiert werden.

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