Zum Hauptinhalt springen

Gemeinsam für das Klima

Windkraft, Wasserstoff und mehr: Deutschland und die USA vereinbaren Klima- und Energiepartnerschaft.

31.05.2022
Handschlag: John Kerry und Robert Habeck beim G7-Treffen in Berlin
Handschlag: John Kerry und Robert Habeck beim G7-Treffen in Berlin © picture alliance/dpa

Zum Schluss ihrer Rede beim Treffen der G7-Klima-, Energie- und Umweltministerinnen und -minister Ende Mai 2022 in Berlin richtete Bundesaußenministerin Annalena Baerbock einen Appell an die politischen Führungskräfte: „Wir können die Zukunft gemeinsam gestalten, wenn wir Verantwortung übernehmen. Wir können dafür sorgen, dass Millionen Menschen sehen, dass internationale Kooperation sich lohnt, weil es ihr Leben in Zukunft besser macht.“ Die Teilnehmer des G7-Treffens bekannten sich bei dem Treffen erstmals zum Ziel einer überwiegend dekarbonisierten Stromversorgung bis 2035.

Dieses YouTube-Video kann in einem neuen Tab abgespielt werden

YouTube öffnen

Inhalte Dritter

Wir verwenden YouTube, um Inhalte einzubetten, die möglicherweise Daten über deine Aktivitäten erfassen. Bitte überprüfe die Details und akzeptiere den Dienst, um diesen Inhalt anzuzeigen.

Einverständniserklärung öffnen

Piwik is not available or is blocked. Please check your adblocker settings.

Einen konkreten Schritt hin zum gemeinsamen Gestalten in der Klimapolitik haben auch Deutschland und die USA am Rande des Treffens vereinbart: Baerbock und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck unterzeichneten mit dem US-Klima-Sondergesandten John Kerry und dem stellvertretenden amerikanischen Energieminister David M. Turk eine Erklärung über eine Klima- und Energiepartnerschaft beider Länder. Auch wenn die Partnerschaft nun erst offiziell startet: Die zentralen Arbeitsgruppen haben sich bereits im Frühjahr 2022 getroffen und werden ihren Austausch jetzt intensivieren. Diese Schwerpunkte bilden das Gerüst der neuen transatlantischen Partnerschaft:

Entwicklung des Offshore-Wind-Sektors

Beide Länder haben für 2030 dasselbe Ziel: Bis dahin sollen in Deutschland und den USA jeweils 30 Gigawatt Offshore-Leistung installiert sein. Schwerpunkte der Arbeitsgruppe sind der transatlantische Know-how-Transfer, der Austausch zu Forschung und Entwicklung und die Erarbeitung von Strategien, um mögliche Kapazitätsengpässe zu vermeiden. Im Juni 2022 wird eine US-Delegation nach Deutschland reisen und dabei unter anderem einen Offshore-Windpark bei Helgoland besichtigen.

Energie für die Zukunft: Offshore-Windpark bei Helgoland
Energie für die Zukunft: Offshore-Windpark bei Helgoland © picture alliance/dpa

Neue Wege mit Wasserstoff

Besonders mit Grünem Wasserstoff verbinden sich viele Hoffnungen im Kampf gegen den Klimawandel. Die USA sind der international zweitgrößte Wasserstoffproduzent und -verbraucher und unterhalten mehr als die Hälfte der weltweit installierten Wasserstoffpipelines. Deutschland fördert im Rahmen seiner Nationalen Wasserstoffstrategie entsprechende Technologien und den Aufbau einer nationalen und internationalen Wasserstoffwirtschaft. Im Rahmen der Arbeitsgruppe soll auch ein Austausch zur Regulierung und Zertifizierung von Wasserstoff stattfinden, wozu im Juni ein gemeinsamer Workshop geplant ist.

Emissionsfreier Verkehr

Deutschland und die USA wollen den Marktanteil emissionsfreier Fahrzeuge stark erhöhen. Eine engere Partnerschaft zwischen beiden Ländern soll mit Blick auf die Marktentwicklung und den Beitrag zum Klimaschutz unterstützend wirken.

Kooperation mit weiteren Partnerländern

Deutschland und die USA richten den Blick auch auf weitere Partnerländer und wollen gemeinsam ambitionierte Klimapolitik und Energiesicherheit in Drittstaaten fördern. Insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer sollen bei ihren Anstrengungen für eine Energiewende unterstützt werden.

© www.deutschland.de