Deutsche Initiative für grüne Zentren

Deutschland unterstützt den weltweiten Kampf gegen Hunger unter anderem mit grünen Zentren für nachhaltige Innovationen in der Land- und Ernährungswirtschaft.

dpa/P. Royer - Green centres
dpa/P. Royer - Green centres

Mit der Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger" setzt Deutschland auf Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, um die Ernährung für die wachsende Weltbevölkerung nachhaltig zu sichern. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die Mittel dafür erhöht: 1,4 Milliarden Euro werden es 2015 sein. Das sind etwa 20 Prozent des gesamten BMZ-Haushalts. Experten halten das Potenzial in der Landwirtschaft gerade in Afrika für bedeutend. In Afrika liegen die durchschnittlichen Erträge bei nur 0,5 bis 1,5 Tonnen Getreide pro Hektar; in Deutschland werden 5 bis 8 Tonnen pro Hektar geerntet – bis zu zehn Mal so viel, betont das BMZ. Damit mögliche Ertragssteigerungen nicht auf Kosten der Natur und Umwelt gehen, macht sich Deutschland für Innovationen im Agrar- und Ernährungssektor stark: „Producing more with less“. Um  modernes landwirtschaftliches Wissen in die Praxis umzusetzen, will Deutschland mit regionalen Partnern vor allem in Afrika mindestens zehn grüne Innovationszentren aufbauen.

Start mit Mali

Das grüne Zentrum in Mali, das Bundesminister Gerd Müller im Frühjahr 2014 auf den Weg brachte, ist das erste von zehn Innovationszentren weltweit. Weitere Standorte werden geprüft, unter anderem in Äthiopien, Kenia, Sambia oder Togo. Die Zentren sollen die Aus- und Weiterbildung fördern und neben modernem Wissen steht das tradierte regionale Wissen auf der Agenda. Ziel sei ein „vernetztes Lernen und Erfahren". Regierungsstellen, aber auch Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaft, Verbände und Wissenschaft sollen an diesem Projekt beteiligt werden.

Global Forum for Food and Agriculture vom 15. bis 17. Januar 2015 in Berlin

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