Weltweite Modellregionen

UNESCO-Biosphärenreservate stehen für nachhaltige Entwicklung. Erfahrt hier, was die Gebiete in Deutschland und weltweit auszeichnet.

Wasserfall im Schwarzwald
Wasserfall im Schwarzwald Shutterstock

Der Schwarzwald oder das Wattenmeer in Deutschland, aber auch die Wüste Gobi in der Mongolei oder der Yellowstone-Nationalpark in den USA gehören zu den weltweit mehr als 700 UNESCO-Biosphärenreservaten. Die Gebiete als reine Naturschutzgebiete zu betrachten, greift aber viel zu kurz: Sie sollen vor allem Modellregionen für nachhaltige Entwicklung sein. „Biosphärenreservate stehen für einen Paradigmenwechsel: Naturschutz mit und durch den Menschen“, erklärt die Deutsche UNESCO-Kommission.

Wie viele Biosphärenreservate gibt es?

Weltweit zählt die UNESCO momentan 727 Biosphärenreservate in 131 Ländern, in Deutschland sind es 16. Die deutschen Gebiete umfassen etwa drei Prozent der gesamten Landfläche der Bundesrepublik. Darunter sind so unterschiedliche Regionen wie die sich über fünf Bundesländer erstreckende Flusslandschaft Elbe, das deutsch-französische Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen oder auch die Rhön. Die Mittelgebirgsregion gilt wegen ihres Modellcharakters für nachhaltige Entwicklung als weltweit bekanntestes Biosphärenreservat Deutschlands.

Was zeichnet Biosphärenreservate aus?

Sie repräsentieren einerseits besondere Landschaftstypen, doch entscheidend ist das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt. Die UNESCO legt deshalb großen Wert darauf, dass die Bevölkerung eine nachhaltige Entwicklung unterstützt. Die Folgen sind sichtbar: In den Gebieten wird sehr viel Bio-Landbau betrieben, lokale Wirtschaftsunternehmen arbeiten eng zusammen und Urlauber finden zahlreiche Angebote für nachhaltigen Tourismus.

Wie wichtig ist die weltweite Zusammenarbeit?

Der weltweite Austausch etwa durch internationale Partnerschaften ist zentral für das Programm. Als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung gelten die Biosphärenreservate auch weltweit als wichtiges Instrument der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Mit dieser Agenda setzte sich 2015 die Weltgemeinschaft 17 Ziele für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung.

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