Beispielhafte Rhön

Deutschlands bekanntestes Biosphärenreservat ist in mehrfacher Hinsicht vorbildlich.

Blick vom Pferdskopf
Blick vom Pferdskopf dina - stock.adobe.com

Die Rhön gilt weltweit als das bekannteste UNESCO-Biosphärenreservat Deutschlands. Weil sie  nicht nur national vorbildlich ist, stellen wir die Rhön stellvertretend für die 16 deutschen Biosphärenreservate vor.

Die Rhön in Zahlen und Fakten

Das Biosphärenreservat umfasst geografisch grob das Mittelgebirge Rhön und liegt in drei deutschen Bundesländern: Bayern, Hessen und Thüringen. Poetisch wird die Region um die Wasserkuppe auch „Land der offenen Fernen“ genannt. Die Gipfel der Rhön sind, im Unterschied zu anderen Mittelgebirgen, kaum bewaldet und bieten so einzigartige Ausblicke und Fernsicht.

Das Biosphärenreservat wurde 1991 von der UNESCO anerkannt. Es ist 2.433,2 Quadratkilometer groß, lediglich 74,4 Quadratkilometer umfasst die Kernzone, in der jede direkte Nutzung der Natur durch Land- oder Forstwirtschaft untersagt ist.

Schäfer mit Rhönschafen – zu erkennen an ihren schwarzen Köpfen.
Schäfer mit Rhönschafen – zu erkennen an ihren schwarzen Köpfen. Klaus Nowottnick - stock.adobe.com

Was die Rhön besonders macht

Naturschutzgebiete definieren sich häufig auch über seltene Tiere und Pflanzen. In der Rhön sind dies Rotmilan und Mittelspecht, Wildkatze und Mops-Fledermaus oder der Schmetterling Schwarzer Apollo. Aber auch das Symboltier Rhönschaf, eine alte Nutztierrasse, steht hier für das Konzept des Biosphärenreservates, Produkte umweltschonend zu erzeugen. Die Rhön überzeugt mit naturverträglichen Innovationen, nachhaltigem Wander- und Radtourismus und auch mit Bildungsangeboten für nachhaltige Entwicklung. Die App „Biosphärenreservat Rhön“ mit touristischen Tipps und Hinweisen zu einem rücksichtsvollen Umgang mit der Natur erweitert das Angebot hinein in die digitale Welt.

Wie regionale Wertschöpfungsketten nachhaltig funktionieren können, zeigt das Beispiel Rhönschaf.

Priska Hinz, Umweltministerin Hessen

Internationale Vernetzung

Die Rhön lockt Fachleute aus aller Welt an, die sich hier über nachhaltige Entwicklung informieren. Hinzu kommen die internationalen Partnerschaften mit dem südafrikanischen Biosphärenreservat „Kruger to Canyons Biosphere Region“ und „Oxapampa-Ashanika-Yanesha (BIOAY)“ in Peru. Bei der Zusammenarbeit geht es um Nachhaltigkeitsthemen wie Landwirtschaft, Wertschöpfung, Bildung und Partizipation der Bevölkerung. Darüber hinaus werden internationale Praktika und Auslandsaufenthalte vermittelt.

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