Deutschland setzt auf Wasserstoff

Ein wichtiger Energieträger in der deutschen Energiewende und neun Fakten, die du über ihn kennen solltest.

Talsperre und Wasserspeicher in Nordrhein-Westfalen
Talsperre und Wasserspeicher in Nordrhein-Westfalen picture alliance / blickwinkel/H. Blossey

Neun spannende Fakten über Wasser und den Energieträger Wasserstoff:
 

  1. Niederschläge speisen das Grundwasser. In Deutschland lagen sie im Jahr 2021 trotz erheblicher regionaler Unterschiede bei 805 l/m². Das entspricht in etwa dem vieljährigen Mittel.
  2. Die Menge an Grund- und Oberflächenwasser, die in Deutschland theoretisch nutzbar ist, liegt, über viele Jahre gemittelt, bei 188 Milliarden Kubikmeter pro Jahr.
  3. Etwa 70 Prozent des deutschen Trinkwassers stammt aus Grund- und Quellwasser. Das Grundwasser hat meist eine sehr gute Qualität und wird über Brunnen aus Tiefen bis zu 400 Metern gewonnen.
  4. Der Trinkwasserverbrauch je Einwohner in Deutschland ist in den vergangenen Jahren relativ stabil geblieben. Im Durchschnitt verbraucht jeder Einwohner 128 Liter pro Tag.
  5. Nur etwa 4 Prozent des Trinkwassers wird für Essen und Trinken verwendet. 36 Prozent für die Körperpflege, 27 Prozent für die Toilettenspülung, 12 Prozent für Wäsche, 9 Prozent für Kleingewerbe, 6 Prozent zum Geschirrspülen und 6 Prozent für die Raumreinigung
  6. Um 1 Kilogramm grünen Wasserstoff durch Wasserelektrolyse herzustellen, sind mindestens 9 Kilogramm Wasser erforderlich.
  7. Den eigentlich farblosen Wasserstoff benennt man je nach Ursprung mit verschiedenen Farben. Grüner Wasserstoff wird durch die Elektrolyse von Wasser mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt. Grüner Wasserstoff ist deshalb CO2-frei.
  8. Im Gebäudesektor wäre ein Ersatz von Erdgas durch Wasserstoff im Erdgasnetz denkbar. 2020 betrug der Erdgasabsatz in Deutschland 939 TWh (Mrd. kWh), 31 Prozent davon entfielen auf den Gebäudesektor. Würde man diese Energiemenge durch grünen Wasserstoff ersetzen, müssten dazu 214,6 Millionen  Kubikmeter Wasser elektrolytisch aufgespalten werden. Bei kontinuierlichem Betrieb sind das 24.500 Kubikmeter in der Stunde. Das entspricht dem stündlichen Wasserverbrauch der Haushalte im Großraum Berlin. Ein vollständiger Erdgas-Ersatz ist kurzfristig keine Alternative; Fachleute halten 10 Prozent für möglich.
  9. Die „Abgase“ einer Brennstoffzelle, in der Wasserstoff zu Energie in Form von Strom und Wärme umgewandelt wird, sind reiner Wasserdampf. Somit wird das bei der Produktion verbrauchte Wasser wieder der Umwelt zugeführt.


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