Wissen gegen die Wasserkrise
Wie lässt sich die weltweite Wasserversorgung sichern? Das ABCD-Centre verbindet Forschung von Aachen bis Bangkok.
Extremwetterereignisse wie Dürren und Überschwemmungen bedrohen weltweit die Wasserversorgung. Am Global Water and Climate Adaptation Centre (ABCD-Centre) entwickeln internationale Forschende Lösungen für Wassersicherheit, Hochwasserschutz und nachhaltige Klimaanpassung. Hier findest du die wichtigsten Fakten.
Was ist das ABCD-Centre?
Am ABCD-Centre arbeiten Fachleute aus Deutschland, Indien und Thailand gemeinsam an der Wasserversorgung der Zukunft. Die Abkürzung ABDC steht für die beteiligten Standorte Aachen, Bangkok, Chennai und Dresden. Das Forschungsspektrum ist breit: Es reicht von innovativer Wasseraufbereitung und resilienten Ökosystemen über naturbasierte Anpassungsstrategien bis hin zum Wissenstransfer in die Politik. Ein gemeinsamer Masterstudiengang sowie geförderte Forschungsaufenthalte bilden die Wasserexpertinnen und -experten von morgen aus. Seit 2021 wird das Projekt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Auswärtigen Amts unterstützt.
Wie nützt die Forschung den betroffenen Regionen?
Das ABCD-Centre verzahnt internationale Spitzenforschung mit lokalem Erfahrungswissen. Ein Beispiel: Bei einem Workshop auf den Philippinen entwickelten Forschende zusammen mit lokalen Entscheidern Strategien gegen Überflutungen. Daraus entstanden Empfehlungen für den Küstenschutz durch Mangrovenwälder und Impulse für institutionelle Reformen, wie die Schaffung koordinierender Wasserbehörden. Zudem stärken Trainingsangebote an Partnerhochschulen die Fachkompetenz in den betroffenen Regionen.
Welche Rolle übernehmen die deutschen Hochschulen?
Das Zentrum wird von der TU Dresden, der RWTH Aachen, dem IIT Madras (Indien) und dem Asian Institute of Technology (Thailand) koordiniert, ergänzt durch die Expertise des UNU-FLORES (United Nations University Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources) in Dresden. Die deutschen Partner steuern spezialisiertes Know-how in der Hochwassermodellierung und der Analyse urbaner Wassersysteme bei. Teil des ABCD-Centre ist auch der deutsch-indische Masterstudiengang „Water Security and Global Change“.
Wie ist der Studiengang aufgebaut?
Das Curriculum verbindet Ingenieurwesen und Ökologie mit Modulen zu Governance und gesellschaftlicher Partizipation. Die Studierenden wechseln im Laufe der Zeit zwischen Deutschland und Indien. Ihre Masterarbeit verfassen sie an einer der fünf Partnerinstitutionen, wobei der Abschluss gemeinsam von der TU Dresden, der RWTH Aachen und dem IIT Madras verliehen wird.
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Einverständniserklärung öffnenWelche langfristigen Ziele verfolgt das ABCD-Centre?
Ziel ist es, ein globales Netzwerk zu etablieren. Geplant sind die Einbindung weiterer Partnerhochschulen im Globalen Süden, zusätzliche Praxis-Workshops in den teilnehmenden Ländern sowie der Ausbau frei zugänglicher Online-Lehrmaterialien, um Wissen über Wassersicherheit weltweit verfügbar zu machen.