Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Die Wissenschaftler des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz haben mit selbstlernenden Computern eine Revolution mit in die Wege geleitet.

dpa/Michael Bahlo - German Research Center for Artificial Intelligence

Stundenlang nach einem Parkplatz suchen? Das war gestern. Mit „Smart Parking“, einem auf dem 10. Nationalen IT-Gipfel vorgestellten Mobilitätskonzept, soll die Parkplatzsuche vereinfacht und gleichzeitig das Verkehrsaufkommen in Innenstädten reduziert werden. Über eine App, die auf integrierte Services zugreift, erhält der Nutzer eine Prognose der Parksituation. Entwickelt wurde diese Software-Lösung im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit Partnern aus Industrie und Forschung.

Intelligente Mobilitätslösungen sind ein zentraler Forschungsbereich des 1988 gegründeten DFKI. Ob Robotersteuerung, Sprachtechnologie, Intelligente Netze oder Erweiterte Realität: Es gibt kaum ein technologisches Thema, das die rund 800 Mitarbeiter aus mehr als 60 Nationen nicht abdecken. Den 180 verschiedenen Forschungsprojekten ist eines gemein: Computer und künstliche Intelligenz spielen eine zentrale Rolle. Seit langem experimentieren die DFKI-Forscher mit sogenannten neuronalen Netzen – hintereinander geschalteten mathematischen Filtern. Die Computer durchsieben Daten und erkennen dadurch Strukturen. Die selbstlernenden, intelligenten Programme erkennen Bildinhalte, verstehen Sprachen und können in Sozialen Netzwerken Emotionen einstufen.

Längst ist Google auf das DFKI aufmerksam geworden

Nichts Geringeres als eine Revolution haben DFKI-Chef Wolfgang Wahlster und seine Mitarbeiter mit ihrer Technologie, die Computern das Denken beibringt, mit angestoßen. Inzwischen werben große internationale Konzerne wie Google um das DFKI mit seinen Standorten in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen und Berlin. Google hat Millionen Euro investiert und ist einer von 24 Gesellschaftern des DFKI.

Im neuen „Living Lab Smart Office Space“ beschäftigen sich Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern und des DFKI gerade mit der Frage, wie das Büro der Zukunft aussieht. Die enge Zusammenarbeit zwischen DFKI und Partnern aus Wissenschaft und Industrie ermöglicht es, Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Forschung miteinander zu verzahnen und Ideen direkt in die Praxis umzusetzen. Nach zwei erfolgreich gestarteten Living Labs zu den Themen „Smart Factory“ und „Smart City“ verspricht sich Wolfgang Wahlster auch vom neuen Forschungslabor „Innovation zum Anfassen“.

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