Begegnung als Prävention

Austausch baut Vorurteile ab: Unter dieser Prämisse sammeln junge Menschen aus Deutschland und Israel in Berlin Ideen für das gemeinsame Jugendwerk.

Die Konferenzteilnehmer wollen eine gemeinsame Vision entwickeln.
Die Konferenzteilnehmer wollen eine gemeinsame Vision entwickeln. Ruthe Zuntz ONLINE

Ideen sammeln, eine gemeinsame Vision entwickeln, die Zukunft des deutsch-israelischen Austauschs gestalten – das sind die Ziele der Deutsch-Israelischen Jugendkonferenz in Berlin. Vom 10. bis zum 13. November hat das Bundesjugendministerium rund 180 junge Menschen aus Jugend-, Schüler- und Freiwilligenaustausch-Programmen eingeladen, um sich über das geplante Deutsch-Israelische Jugendwerk auszutauschen. Was bewegt die Jugend in beiden Ländern? Und welche Themen sollen im Zentrum des Austauschs stehen?

Eröffnet wurde die Konferenz von Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey und dem israelischen Botschafter Jeremy Issacharoff. Die Ministerin ist der Meinung, die Jugend könne das Gesicht der Welt verändern. Bei ihrer Eröffnungsrede betonte sie, dass Austausch dabei helfe, Vorurteile abzubauen und Konflikte vorzubeugen. „Wir erleben aktuell, dass der Ton in unserer Gesellschaft, in den Debatten, im Netz rauer wird. Dass Antisemitismus kein Problem der Vergangenheit ist. Darauf müssen wir klare und unmissverständliche Antworten geben. Und dafür braucht es auch Prävention. Zur Prävention gehört, sich kennenzulernen und sich zu begegnen.“

Dr. Franziska Giffey und der israelische Erziehungsminister Naftali Bennett haben bereits im Herbst 2018 beschlossen, den deutsch-israelischen Austausch auszubauen und ein Deutsch-Israelisches Jugendwerk zu gründen. Die bilaterale Begegnung koordiniert in Deutschland bisher ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch.

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