Wir zeigen euch unsere Lieblingsorte

Abseits der Touristenrouten: Die Redaktion von deutschland.de verrät Geheimtipps für die nächste Reise nach Deutschland.

Der Chiemsee im Alpenvorland
Der Chiemsee im Alpenvorland dpa
Martin Orth
Martin Orth, Redakteur, radelt gerne an Flüssen und Seen und springt auch mal ins Wasser.

See und Berge in Prien am Chiemsee

Der Charme der Region erschließt sich am besten bei einer Radtour rund um das „Bayerische Meer“. E-Bikes gibt es an der Fahrradstation am Hafen von Prien. Also los: In Richtung Norden führt die 30 Kilometer lange Strecke über Gstadt und Seebruck bis Chieming, immer mit Blick auf die imposante „Kampenwand“, den 1669 Meter hohen Gipfel in den Chiemgauer Alpen. Gebt das Leihrad in Chieming zurück und besteigt die Fähre zur idyllischen Fraueninsel. Dann geht’s weiter auf die Herreninsel, zum Highlight der Tour: Schloss Herrenchiemsee. König Ludwig II. übertraf sogar das Vorbild Versailles an Prunk. Nach der Überfahrt nach Prien gönnt ihr euch ein „Bayrisch Hell“ (Bier) und eine herzhafte Brotzeit.

Prunkvoll: Schloss Herrenchiemsee
Prunkvoll: Schloss Herrenchiemsee Martin Orth
Kim Berg
Kim Berg, Volontärin, zieht es eher nach Hamburg als auf die Zugspitze.

Marburg, die märchenhafte Stadt an der Lahn

Hoch ragt das alte Landgrafenschloss über die kleine, verwinkelte Stadt in Mittelhessen. Schon die Gebrüder Grimm ließen sich vom Charme Marburgs inspirieren. Malerische Fachwerkhäuser und das spätgotische Rathaus auf dem Marktplatz prägen die Oberstadt, hier gibt es überall nette Cafés und Kneipen. Neben der Elisabethkirche gehört der Spiegelslustturm auf den Lahnbergen zu den Wahrzeichen Marburgs. Von dort oben habt ihr einen fantastischen Blick über die Stadt. Durch das Tal plätschert leise die Lahn, gesäumt von Wiesen, auf denen bei gutem Wetter viele Studenten Pause machen.

In der Altstadt von Marburg
In der Altstadt von Marburg dpa
Janet Schayan
Janet Schayan, Textchefin, fährt immer wieder nach Sylt, obwohl das Wetter im Norden unberechenbar bleibt.

Spektakuläre Stille am Wattenmeer

Das Wattenmeer der Nordsee ist natürlich gar kein Geheimtipp. Aber diese eine Stelle schon. Sie liegt in Keitum, dem verträumten Ort an der Ostküste der Insel Sylt. Ingiwai und Am Tipkenhoog heißen hier die Gassen. Aber die lasst ihr links liegen. Sucht den Weg „Am Kliff“, möglichst an einem lauen Sommerabend. Hier steht eine leicht verwitterte Bank. Zur Blauen Stunde habt ihr einen grandiosen Blick auf die weite Ebbe- und Flut-Landschaft. Dazu ein bisschen Vogelzwitschern, ein paar Wolken. Und sonst gar nichts. Kann Stille spektakulär sein? Hier schon.

Sonnenuntergang über dem Wattenmeer an der Küste von Sylt
Sonnenuntergang über dem Wattenmeer an der Küste von Sylt Janet Schayan
Helen Sibum
Helen Sibum, Redakteurin, ist ein Kind des Ruhrgebiets, fährt aber auch in ihrer neuen Heimat Frankfurt am Main gern mit dem Rad.

Auf der Fahrradautobahn durchs Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet hat in Deutschland immer noch keinen besonders guten Ruf: Die frühere Herzkammer der europäischen Kohle- und Stahlindustrie gilt als grau, trist, der Zeit irgendwie ein bisschen hinterher. Dass das nicht stimmt, erlebt ihr auf dem „Radschnellweg Ruhr 1“ (RS1). Wo früher Güterzüge Kohle transportierten, radelt ihr durchs Grüne, über die Ruhr, vorbei an den Städten der Region. Wenn der Weg fertig ausgebaut ist, wird er 101 Kilometer lang sein und von Hamm bis nach Duisburg führen. Bei dieser Distanz gut zu wissen: Es gibt an der Fahrradautobahn sogar Raststätten!

Der Radschnellweg Ruhr führt über das Stadtviadukt in Mühlheim
Der Radschnellweg Ruhr führt über das Stadtviadukt in Mühlheim. AGFS/Peter Obenaus
Tanja Zech
Tanja Zech, Redakteurin, erkundet Städte gerne abseits der Touristenrouten.

Dresdens andere Seite

Ihr habt Frauenkirche, Semperoper und die Kunstschätze im Grünen Gewölbe bestaunt? Toll! Und jetzt raus aus dem Trubel. Mit der Tram fahrt ihr zum Schillerplatz, überquert das „Blaue Wunder“Dresdens berühmteste Brücke – und erkundet den malerischen Vorort Loschwitz. Last euch von der Standseilbahn zur Aussichtsplattform hinaufziehen und genießt den weiten Panoramablick über die Stadt und das Elbtal. Dann schlendert ihr durch verwinkelte Gassen des Villenviertels „Weißer Hirsch“ bergab zur Elbe. Wer gut zu Fuß ist, spaziert am nördlichen Elbuferweg entlang zurück zur Stadt, mit Blick auf die Silhouette des neuen und alten Dresden.

Blick auf Dresden und die Elbe
Blick auf Dresden und die Elbe dpa